Auch er war einer der großen Sänger in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts: Ezio Pinza. Am 18. Mai in 1892 in Rom geboren, wollte er ursprünglich eigentlich Radrennfahrer werden. Er entschied sich dann aber – glücklicherweise – um und studierte Gesang in Ravenna und am Konservatorium in Bologna. Sein Operndebüt gab er bereits 1914 als Orovist in Bellinis Norma. Seine Karriere kam jedoch erst nach dem Ersten Weltkrieg so richtig in Fahrt. 1919 debütierte er in Florenz, 1921 an der Mailänder Scala, wo auch Toscanini tätig war. Unter dessen Stabführung gelang ihm der endgültige Durchbruch. 1926 verließ Pinza Italien aus Protest gegen das Mussolini-Regime und ging in die USA, wo er bis 1948 Mitglied der New Yorker Metropolitan Opera wurde. 1934 feierte er zwischendurch sein Debüt als Don Juan bei den Salzburger Festspielen und trat dort auch in den folgenden fünf Jahren in dieser Rolle auf. Als sein Stimmumfang allmählich nachließ, verabschiedete sich Pinza von der Oper und wandte sich ab 1949 dem Broadway als Musical-Sänger zu. Da seine schauspielerische Begabung seinen sängerischen Fähigkeiten in nichts nachstand, hatte er mit seiner Verkörperung der Rolle des Emile de Becque im Rogers und Hammerstein Musical South Pacific außergewöhnlichen Erfolg. Seine Bühnenpräsenz war legendär. 1950 erhielt er sogar einen Tony Award als bester Musical-Hauptdarsteller. Er trat auch in einigen Filmen auf und hatte eine eigene Fernsehshow. In Tonight We Sing, eine Verfilumg der Biographie des berühmten russischen Basses Feodor Schaljapin, feierte er 1953 als Filmschauspieler seinen größten Erfolg. Es existieren außerdem von ihm zahlreiche Aufnahmen aus den 20er und 30er Jahren beim Label RCA/Victor. Ein Kritiker hatte ihm einst einen „erotischen basso cantante“ bescheinigt. Pinza starb vor 60 Jahren am 9. Mai 1957 in Stamford, Connecticut in den Vereinigte Staaten.
»Ezio Pinza: Biographie und Einspielungen«
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