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Komponisten: Aktuelle Infos

Carl Reinecke 200. Geburtstag

dt. Komponist und Pianist


Der deutsche Komponist, Pianist und Dirigent Carl Reinecke wurde von seinem Vater, dem Musikpädagogen Rudolf Reinecke, musikalisch erzogen und ausgebildet. Als Pianist debütierte er 1895 in Altona und unternahm von da an Konzertreisen durch ganz Europa. Er galt als „graziöser Mozartspieler“. 1843 debütierte er im Leipziger Gewandhaus, Felix Mendelssohn-Bartholdy verhalf ihm zu weiteren Auftritten. 1847 wurde Reinecke dänischer Hofpianist, 1849 war er als Dirigent in Bremen tätig. 1851 war er Dozent für Klavier am Konservatorium in Köln, 1854-1859 Kapellmeister in Barmen, 1859 Musikdirektor in Breslau und schließlich 1860 bis 1895 Leiter des Gewandhausorchesters in Leipzig. Seine Musik ist ausgeprägt romantisch-klassizistisch, inspiriert und beeinflusst von den Werken Mendelssohns und Schumanns („Ich würde nicht dagegen opponieren, wenn man mich einen Epigonen nennt“). Carl Reinecke wurde am 23. Juni 1824 in Hamburg-Altona geboren, er starb am 10. März 1910 in Leipzig.

»Carl Reinecke: Biographie und Einspielungen«

Darius Milhaud 50. Todestag

frz. Komponist


Darius Milhaud, geboren am 4. September 1892 in Aix-en-Provence, stammt aus einer wohlhabenden Familie der franz. Provence. Im Alter von 7 Jahren erhielt er den ersten Violinunterricht, erste eigene Kompositionen entstanden bereits 1905. 1909 sutdierte er am Pariser Konservatorium, später bei Dukas, Widor und d'Indy. Dabei lernte er Arthur Honegger und Jacques Ibert kennen. Durch den Dichter Paul Claudel kam er als Attaché nach Rio de Janeiro und lernte die brasilianische Folklore und Popularmusik kennen, die seine Musik in den folgenden Jahren stark beeinflussen sollte. 1918 kehrte er nach Frankreich zurück und bildete im Kreis um Jean Cocteau und Erik Satie die "Groupe des Six". Innerhalb eines Jahrzehnts wurde Milhaud zum führenden Vertreter der neuen franz. Musik. Er unterrichtete am Mills College in Oakland (Kalifornien) und am Pariser Conservatoire. Seine Musik ist gekennzeichnet durch eingängige Melodik, überraschende rhythmische Effekte, durch die Einbeziehung von Elementen der Unterhaltungsmusik und des Jazz sowie durch eigenwillige Instrumentierungen. Darius Milhaud starb am 22 Juni 1974 in Genf.

»Darius Milhaud: Biographie und Einspielungen«

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Pavel Haas 125. Geburtstag

tschech. Komponist


Pavel Haas, am 21. Juni 1899 als Sohn eines jüdischen Schuhmachers in Brünn geboren, ging 1913 an die Musikschule der „Beseda Brněnská“ in Brünn, wo er bis 1916 in Klavier und Musiktheorie unterrichtet wurde. Bereits in dieser Zeit entstanden seine ersten Kompositionen. 1917 wurde er als Soldat zur k.u.k. Armee eingezogen. Erst 1919 konnte er seine Ausbildung an dem vom Leoš Janáček neu gegründeten Brünner Konservatorium fortsetzen. Von 1920 bis 1922 studierte er Komposition in der Meisterklasse von Leoš Janáček. Er gilt als dessen bedeutendster Schüler. Zunächst arbeitete Haas im Schuhgeschäft seines Vaters und kurze Zeit auch als Opernkorrepetitor in Brünn und Saarbrücken. Über seinen Bruder Hugo, einen erfolgreichen Schauspieler, gelangte er ans Brünner Theater, für das er in den 1920er Jahren einige Bühnenmusiken komponierte. In den 1930er Jahren schuf Haas dann Musik für Filme, in denen sein Bruder mitwirkte. Ab 1935 war er Privatlehrer an der Hochschule in Brünn und freischaffender Komponist mit Auftragswerken für renommierte Ensembles. Nach Janáčeks Tod wurde Haas 1929 Nachfolger als Vorsitzender des Mährischen Komponistenverbands. Am 15. März 1939 marschierten die deutschen Truppen in der Tschechoslowakei ein, bald darauf wurde Haas’ Musik wegen seiner jüdischen Abstammung verboten, er selbst erhielt Berufsverbot. Am 2. Dezember 1941 wurde er ins KZ Theresienstadt deportiert, wo er mit anderen Komponisten (Hans Krása, Victor Ullmann) zusammentraf. Die unerträglichen Lagerbedingungen lähmten sein künstlerisches Schaffen völlig. Der Pianist Gideon Klein konnte ihn schließlich wieder zu musikalischem Schaffen anregen. Von seinen mindestens acht Kompositionen aus dieser Zeit haben sich nur drei erhalten: die Studie für Streichorchester, die Vier Lieder nach Worten chinesischer Poesie und Al S'fod. Nach der Propagandaaktion der Besichtigung des „Vorzeigelagers“ durch das Internationale Rote Kreuz am 23.6.1944 untersagten die Nazis schließlich alle künstlerischen Aktivitäten und deportierten am 16. Oktober viele Künstler in das Vernichtungslager Auschwitz, unter ihnen auch Pavel Haas, wo er an einem der darauffolgenden Tage ermordet wurde. Seine Musik geriet zunächst in Vergessenheit und wurde erst 50 Jahre später Zug um Zug wiederentdeckt.

»Pavel Haas: Biographie und Einspielungen«

Alfredo Catalani 170. Geburtstag

ital. Komponist


Der Geburtstag des am 19. Juni 1854 in Lucca geborenen Komponisten Alfredo Catalani jährt sich 2024 zum 170. Mal. Er war ein Vertreter des italienischen Verismo, der oft als Wagnerianer kritisiert wurde. Seine Ausbildung erhielt er an den Konservatorien von Paris und Mailand. Der Einakter "La falce" auf ein Libretto von Arrigo Boito war seine Mailänder Prüfungsarbeit und zugleich seine erste Bühnenkomposition. Heute sind seine Oper bis auf "La Wally" in Vergessenheit geraten, letztere erlebt in diesem Jahr eine Neuproduktion am Théâtre de Genève. Am 7. August 1893 starb Alfredo Catalani im 40. Lebensjahr in Mailand.

»Alfredo Catalani: Biographie und Einspielungen«

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