Bobby McFerrin ist ein US-amerikanischer Sänger und Dirigent, der durch seine außergewöhnlichen Gesangskünste und durch den Welthit Don’t worry, be happy berühmt wurde. Er wurde am 11. März 1950 in New York City in eine musikalische Familie geboren: Sein Vater Robert war als Bariton der erste afroamerikanische Opernsänger an der Met. Seine Mutter Sara hatte als Sopranistin eine Professur für Gesang inne. Sie gab ihre Karriere jedoch zugunsten ihres Mannes auf. Im Alter von sechs Jahren erhielt Bobby an der Juilliard School of Music Klavierunterricht und später auch Unterricht in Klarinette und Flöte. Nach seinem Studium an der California State University of Sacramento spielte McFerrin erst im Ensemble Ice Follies mit, tourte dann längere Zeit als Instrumentalist in verschiedenen Bands durch die Staaten, bevor er erst mit 27 auch als Sänger in Erscheinung trat. Auf Vermittlung von Bill Cosby wurde McFerrin 1980 als Sänger zum Playboy Jazz Festival eingeladen, sein Auftritt ein Jahr darauf beim Kool Jazz Festival brachte ihm seinen ersten Schallplattenvertrag ein. Sein Debütalbum Bobby McFerrin (1982) verblüffte erstmals mit artistischen Gesangskünsten. Durch seine Gesangstechnik, die ihm einen mühelosen Übergang zwischen Bruststimme und Falsettstimme ermöglichte, beherrschte er einen außergewöhnlich großen Stimmumfang. Nach weiteren Soloalben (The Voice, 1984 und Spontaneous Inventions, 1985) landete er 1988 den Welthit Don’t worry, be happy auf dem Album Simple Pleasures, das sich weltweit über zehn Millionen Mal verkaufte. Nachdem er 1985 für Another Night in Tunisia mit Jon Hendricks und Manhattan Transfer bereits zwei Grammys erhalten hatte, brachte ihm Simple Pleasures gleich vier Grammys ein. Ab 1990 arbeitete Bobby McFerrin mit weiteren Größen sowohl des Jazz als auch der Klassik zusammen. Besonders hervorzuheben ist seine Zusammenarbeit mit dem Pianisten Chick Corea und dem Cellisten Yo-Yo Ma. 2003 entstand der Fernsehfilm Bobby McFerrin & Chick Corea – We play – eine musikalische Freundschaft, der u.a.die Vorbereitung zu einem Konzert beim Verbier Musik-Festival in der Schweiz dokumentiert. 1990 griff Bobby McFerrin auch zum ersten Mal zum Taktstock, ließ sich von Leonard Bernstein und Seiji Ozawa in die Kunst des Dirigierens einweisen und dirigierte in der Folge namhafte Symphonieorchester weltweit, u.a. am 25. Mai 2004 die Wiener Philharmoniker anlässlich der Erweiterung der Europäischen Union. Seine Kunst vermittelte Bobby McFerrin auch als Dozent an verschiedenen Hochschulen, so auch als Honorarprofessor an der Universität der Künste Berlin. 2020 wurde ihm der Titel des Jazz Master der National Endowment for the Arts verliehen – die höchste Auszeichnung des Jazz in den USA. Herzlichen Glückwunsch Bobby McFerrin!
»Bobby McFerrin: Biographie und Einspielungen«
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