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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Othmar Schoeck

schweizer. Komponist

* 01.09.1886 Brunnen, Kanton Schwyz
† 08.03.1957 Zürich

Der Geburtstag des bedeutendsten Schweizer Liedkomponisten Othmar Schoeck jährte sich am 1. September 2016 bereits zum 130. Mal. 2017 ist im März seines 70. Todestages zu gedenken. Geboren wurde er in Brunnen, Kanton Schwyz, als Sohn eines Malers. Er erhielt schon früh Klavierunterricht und wurde am Konservatorium in Zürich ausgebildet. Nach Abschluss des Studiums besuchte er 1907/1907 die Meisterklasse für Komposition bei Max Reger in Leipzig. Anschließend ging er zurück nach Zürich, wo er als Chorleiter und Klavierbegleiter tätig war und wo er von 1917 an bis 1944 die Symphoniekonzerte des Konzertvereins St. Gallen in der Tonhalle leitete. Mit Liedern, Bühnen- und Chorwerken (Trommelschläge op. 26) machte er sich rasch als Komponist einen Namen. 1927 wurde sein Einakter Penthesilea op. 39 nach Heinrich von Kleist an der Dresdener Semperoper uraufgeführt, 1937 auch seine vieraktige Oper Massimilla Doni op. 50 unter der Leitung von Karl Böhm. Dietrich Fischer-Dieskau setzte sich während seiner gesamten Karriere stets für die Werke Othmar Schoecks ein und machte schon ab den 50er Jahren Aufnahmen von dessen wichtigsten Werken. Neben seinem Liedschaffen erlangten auch andere Werke Schoecks große Anerkennung, so die Sonate für Violine und Klavier op. 16, das Violinkonzert Quasi una fantasia op. 21, das Konzert für Violoncello und Streichorchester op. 61, das Hornkonzert op. 65 sowie die häufig gespielte Sommernacht op. 58 für Streichorchester. Schoeck war befreundet mit Hermann Hesse, mit dem er auch einen Briefwechsel führte, und mit dem Maler Franz Wiegele. 1925 heiratete er die deutsche Sängerin Hilde Bartscher (1898–1990), die zur wichtigsten Interpretin seiner Lieder wurde. 1928 verlieh ihm die Universität Zürich ein Ehrendoktorat, 1943 erhielt er den Musikpreis der Stadt Zürich, wo er auch seine letzten Lebensjahre verbrachte. 1944 erlitt Schoeck einen Herzinfarkt, der seine Tätigkeit als Dirigent und Klavierbegleiter beendete. Er starb 13 Jahre später, am 8. März 1957 in Zürich. Seit den 1980er-Jahren wuchs das Interesse an Schoecks Werken wieder zusehends, wie die sehr erfolgreichen Aufführungen seiner Oper Penthesilea in Basel (2007), Dresden (2008), Lübeck (2009), Frankfurt am Main (2011) und auch die zahlreichen Einspielungen des Notturno op. 47 zeigen.

Diskographie [9] Werke [19]

Diskographie aktuelle Auswahl: 9

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= Datum der Besprechung 
= Klassik Heute Bewertung

Exquisite Rarities of Piano Music

BR 143;0785095014322
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Das Motto dieser CD ist nicht übertrieben gewählt. Tobias Bigger – der 43jährige Kämmerling- und Margulis-Schüler – hat sich im literarischen Wunderland der Klavieradaptionen umgehört und diese überwiegend kostbaren, oft auch brillanten ...

Brioso BR 143 • 1 CD • 72 min.

16.12.05 [7 7 8]

A. Honegger • F. Martin • O. Schoeck

1737;7318590017371
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Das knappe, unterhaltsame Cellokonzert von Arthur Honegger aus dem Jahr 1929 erfreut sich in jüngerer Zeit bei den Cellisten einer ungeahnten Beliebtheit. Im vergangen Jahr erschien eine vorzügliche Einspielung mit Johannes Moser, nun legt BIS eine ...

BIS 1737 • 1 CD • 73 min.

04.06.12 [9 8 9]

Musik für Streichorchester

CTS-M 69;7617025083050
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Sowohl in den massiven Passagen der Etüden Frank Martins als auch den luziden Variationen Rudolf Kelterborns bringt die Camerata Bern eine ganz eigene Präsenz mit ein. Gerade der weitgehende Pointillismus Kelterborns zerfällt nicht, sondern wird mit ...

Musikszene Schweiz CTS-M 69 • 1 CD • 70 min.

01.06.01 [10 8 9]

O. Schoeck

1597;7318590015971
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Der Schweizer Othmar Schoeck (1896-1957) findet im Konzertsaal noch immer nicht die ihm gebührende Beachtung, zudem stehen seine Instrumentalkompositionen sehr zu Unrecht im Schatten seiner Vokalwerke. Seine an die vierhundert Lieder haben ihm den ...

BIS 1597 • 1 CD • 62 min.

13.06.07 [9 10 9]

Othmar Schoeck: Erwin und Elmire op. 25 (Gesänge zu dem Singspiel von Goethe)

999 929-2;0761203992928
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Er empfinde die Vertonung dichterischer Worte, erläuterte mir unlängst ein befreundeter Komponist, ganz so, als brächte man ein Glas mit zarten Berührungen dazu, die in ihm eingeschlossene Musik wieder freizugeben. Es sei nun dahingestellt, ob ...

cpo 999 929-2 • 1 CD • 57 min.

16.12.04 [9 9 9]

Ch. Koechlin • O. Schoeck • E. Smyth

3-6412-2;0099923641223
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Man muß der Solistin das uneingeschränkte Prädikat einer "Vollbluthornistin" zuerkennen. Was sie ihrem Instrument an Wohlklang und atmender Dynamik selbst bei den exaltiertesten Stakkato-hüpfern entlockt, das kann man weder erlernen noch imitieren. ...

Koch-Schwann 3-6412-2 • 1 CD • 58 min.

01.08.98 [10 8 10]

Othmar Schoeck: Penthesilea op. 39 (Oper in einem Aufzug)

510 118-2;7619990101180
zur Besprechung
Othmar Schoecks Oper Penthesilea ist ein Ausnahmewerk. Ein Spätromantiker mit schweizerischer Stilverspätung wirft sich der Moderne zwischen Salome und Wozzeck in die Arme. Der intime Liedmeister in der Hugo Wolf-Nachfolge rafft sich zum geballten ...

pan 510 118-2 • 2 CD • 96 min.

01.01.01 [8 8 10]

Spielmannsweisen

CD 6179;7617028361469
zur Besprechung
Ihren Titel Spielmannsweisen bezieht diese CD vom gleichnamigen Lied-Zyklus Othmar Schoecks; dabei primär an mittelalterliche Spielleute zu denken, wäre falsch. Außer Schoeck werden fünf weitere Schweizer Komponisten, die auch als Lehrer, Dirigenten ...

Musikszene Schweiz CD 6179 • 1 CD • 76 min.

01.12.01 [4 6 4]

A. Berg • O. Schoeck • R. Strauss

SU 3434-2 231;0099925343422
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Es war nicht sehr geschickt, einen der großen "Reißer" der Liedkunst an den Beginn des Konzerts zu stellen: Heimliche Aufforderung von Richard Strauss - dieses Lied ist nicht allein durch große Interpreten vorbelastet, es verlangt auch nach einem ...

Supraphon SU 3434-2 231 • 1 CD • 72 min.

01.04.01 [7 7 7]

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