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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Einojuhani Rautavaara

* 09.10.1928 Helsinki

Der finnische Komponist Einojuhani Rautavaara ist am 27. Juli im Alter von 87 Jahren in seiner Geburtstadt Helsinki verstorben. Geboren am 9. Oktober 1928 studierte in Turku Klavier und nach dem Abitur in Helsinki an der Jean-Sibelius-Akademie Musikwissenschaft und Komposition bei Aarre Merikanto. Dank eines Stipendiums konnte Rautavaara ab 1955 an der Juilliard School of Music in New York bei Vincent Persichetti und am Tanglewood Music Center bei Roger Sessions und Aaron Copland studieren. Er graduierte 1957, danach folgte ein Privatstudium der Zwölftontechnik bei Wladimir Vogel in Ascona. Sein umfangreiches Œuvre umfasst acht Sinfonien, Konzerte, Vokalwerke und Opern. Den größten internationalen Erfolg erlebte seine siebte Sinfonie Angel of Light von 1994 sowie Cantus Arcticus von 1972. 1997 erfolgte die UA der Oper Alexis Kivi bei den Opernfestspielen von Savonlinna zum 80jährigen Bestehen der Republik Finnland. Der Name der Oper erinnert an den ersten Nationaldichter Finnlands. 2003 erlebte die Oper Rasputin ihre UA an der Finnischen Oper in Helsinki. Seit über 30 Jahren hat das finnische Label Ondine die Werke Rautavaaras in mehr als 40 exemplarischen Aufnahmen eingespielt. Ab 1976 lehrte Rautavaara als Professor für Komposition an der Jean-Sibelius-Akademie und wirkte dort bis 1990. Für sein kompositorisches Schaffen erhielt er zahlreiche in- und ausländische Auszeichnungen und Preise, u. a. den Wihuri-Sibelius-Preis und die Pro Finlandia-Medaille.

Biographie Diskographie [31] Texte [1] Werke [111]

Biographie

9.10.1928
geboren in Helsinki (Finnland), der Vater und mehrere Familienmitglieder waren Opernsänger. Besuch des Gymnasiums in Helsinki.
1948-1952
Kompositionsstudium an der Sibelius Akademie Helsinki bei A. Merikanto und Musikwissenschaft an der Universität.
1953
Mit "A Requiem in Our Time" beteiligt sich Rautavaara an einem Kompositions-Wettbewerb in Cincinnati, bei dem er ausgezeichnet wird. Ein Stipendium der Koussevitzkiy-Foundation ist die Folge.
1955-1956
Stipendium und Besuch der Juilliard School of Music in New York, dort Unterricht bei Vincent Persichetti und Aaron Copland.
1956
Entstehung der Klaviersuite "The Icons", Komposition der neoklassizistischen ersten Sinfonie.
1957
Privatstunden in Zwölftonmusik bei Vladimir Vogel in Ascona, Entstehung der zweiten Sinfonie in Zwölftontechnik.
1958
Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik, Köln, bei Prof. Petzold, Kompostition des 2. Streichquartetts
1959
Vollendung des Liederzyklus‘ "Die Liebenden".
1961
Fertigstellung der dritten Sinfonie, die sich musikalisch auf die Sinfonien Bruckners bezieht.
1962
Kompositions der vierten Sinfonie.
1965-1966
Direktor der Käpyla Music School, Helsinki.
1966
Unterricht in Musiktheorie an der Sibelius Akademie.
1969
Kompostion des ersten Klavierkonzerts.
1970
Kompostion der zweiten Klaviersonate "The Fire Sermon" nach einem Gedicht von t. S. Eliot.
1972
Komplettierung des Konzerts für Vögel und Orchester "cantus arcticus" mit Bandzuspielungen von arktischen Vogellauten.
1973
Vollendung des Flötenkonzerts.
1976-1990
Professor für Komposition an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Kalevi Aho ist sein bedeutendster Schüler.
1978
Der erste der "Engel"-Zyklen "Angels and Visitations" entsteht.
1986-87
Entstehung der Oper "Vincent" über den Maler Vincent van Gogh. 1986 zog Rautavaara seine 1964 vollendete vierte Sinfonie zurück und ersetzte sie durch die "Arabescata2 von 1963.
1997
UA der Oper "Alexis Kivi" bei den Opernfestspielen von Savonlinna zum 80jährigen Bestehen der Republik Finnland. Der Name der Oper erinnert an den ersten Nationaldichter Finnlands.
19.09.2003
UA der neuesten Oper von Einojuhani Rautavaara Rasputin an der Finnischen Oper in Helsinki. Matti Salminen singt die Titelpartie des russischen Wandermönchs und Wunderheilers, der einen unheilvollen Einfluß auf die Politik des letzten russischen Zaren nahm und in einer Verschwörung von seinen politischen Gegnern ermordet wurde. Jorma Hynninen singt die Rolle des Zaren Nikolaus II., Lilli Paasikivi verkörpert die Zarin Alexandra. Mikko Frank leitet die Uraufführung, deren Libretto auf dem Buch über Rasputin von Edvardd Radzinsky zurückgeht, Regie führt Vilppu Kiljunen.
2016
Tod des Komponisten am 27. Juli in Helsinki nach einer Operation.

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