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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Olga Neuwirth

* 04.08.1968 Graz

Biographie

Biographie

4.8.1968
geboren in Graz (Österreich)
1985/86
Studienjahr am Conservatory of Music in San Francisco und am Art College in San Francisco.
1987-1993
Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien.
1993/1994
Studienaufenthalt in Paris (Studien bei Tristan Murail). Komposition von "Five Daily Miniatures" (nach Gertrude Stein) für Countertenor und Instrumente.
1996
Kompostition von "Pallas/Construction" für 3 Schlagzheuger und Live-Elektronik. Musikheater "Bählamms Fest" (nach Leonora Carrington).
1997
Zusammenarbeit mit Elfried Jelinek u.a. bei dem Hörstück "Todesraten".
1999
Film-Musik-Projekt "The Long Rain" (nach Ray Bradbury) zusammen mit Michael Kreihsl.
2000
Das Londoner Symphony Orchestra unter der Leitung von Pierre Boulez geht nach der Uraufführung von "Clinamen/Nous" mit dem Werk auf eine ausgedehnte Tournee.
2002
Im Dezember erhielt Olga Neuwirth in Graz den Kompositionspreis "Andrzej Dobrowolski". Ihre Werke werden u.a. bei den Wiener Festwochen, den Donaueschinger Musiktagen oder beim Festival d'Automne in Paris aufgeführt.
2004
Die Oper Lost Highway von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek (Libretto) hat am 22. Mai 2004 in Basel Premiere. Die amerikanische Sopranistin Constance Haumann singt die Titelrolle. Die Oper basiert auf dem gleichnamigen, 1996 gedrehten Film des amerikanischen Kultregisseurs David Lynch. Das Werk erlebte seine Weltpremiere in der Helmut-List-Halle in Graz, der europäischen Kulturhauptstadt 2003. Entstanden ist es in Koproduktion mit dem Theater Basel. Hier wird nun die selbe Inszenierung unter gleicher Regie, mit gleichen Darstellern aufgeführt.
2007
Am 08.02.2007 kommt am Oberlin Conservatory of Music in Ohio "Lost Highway" zur amerikanischen Erstaufführung, Olga Neuwirths 2002/03 entstandene Oper nach dem Kultfilm von David Lynch. Für das Libretto arbeitete die Komponistin mit Elfriede Jelinek zusammen; die bisherigen Aufführungen in Graz und Basel fanden großen Widerhall bei Publikum und Presse. Die aktuellen amerikanischen Aufführungen werden vom Ensemble für zeitgenössische Musik Oberlin unter der musikalischen Leitung von Timothy Weiss interpretiert; Regie führt Jonathon Field. Die Aufführungen finden statt vom 08.-10.02.2007. Danach reist die Produktion nach New York, wo sie am 23.-24.02.2007 im Miller Theatre an der Columbia University gezeigt wird.
2008
Auszeichnung mit dem Heidelberger Künstlerinnenpreis 2008. Der Preis zählt zu den wichtigsten deutschen Kulturpreisen und feierte im Jahr 2007 sein zwanzigjähriges Bestehen. Berühmte Komponistinnen wie Adriana Hölszky, Sofia Gubaidulina, Ruth Zechlin oder jüngst Unsuk Chin wurden bereits mit dem Heidelberger Künstlerinnenpreis ausgezeichnet.
2009
Mit ihrer Komposition Remnants of Songs ... an Amphigory für Viola solo und Orchester hat Olga Neuwirth das vierte Werk vorgelegt, in dem sie sich auf sehr persönliche Art mit dem Verhältnis zwischen Solist und Orchesterkollektiv in der Tradition des Konzerts auseinandersetzt. Die Partitur, dem Andenken der amerikanischen Mäzenin Betty Freeman gewidmet, ist im gemeinsamen Auftrag mit dem Borletti-Buitoni-Trust, dem ORF, dem Rundfunk Berlin-Brandenburg sowie "wien modern" für den Bratschisten Antoine Tamestit entstanden. Er wird am 10.10.2009 die Uraufführung im Rahmen des Musikprogramms beim steirischen herbst in Graz bestreiten, begleitet vom Radio-Symphonieorchester Wien unter Peter Eötvös, und das Werk anschließend u.a. auch in Wien, Berlin und Wiesbaden präsentieren.
2010
Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises. Olga Neuwirth erhält zudem den Louis Spohr Musikpreis der Stadt Braunschweig. Die Preisverleihung findet am 16. Mai 2010 während eines Sinfoniekonzertes des Braunschweiger Staatsorchesters im Rahmen der Reihe „Festliche Tage Neuer Musik“ in der Braunschweiger Stadthalle statt. Der Preis ist mit 10.000,- Euro dotiert und wird alle drei Jahre vergeben. Ausgezeichnet werden international bekannte und für die Musik der Gegenwart richtungweisende Komponistinnen und Komponisten. Mit dem Preis wird das Gedenken an den Komponisten Louis Spohr gewürdigt, der 1784 in Braunschweig geboren wurde.

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