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CD-Besprechung zum Thema
Trauer / Tod

Decca 458 921-2

2 CD • 1h 50min • 1997

01.06.2000

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Die Gigantomanie, die Berlioz bei dieser Totenmesse an den Tag legte - 200 Choristen müssen sich gegen eine breite Front von Blechbläsern behaupten -, kann Dirigenten leicht zu einem pathetisch-bombastischen Musizierstil verleiten. Der Dirigent Charles Dutoit geht den umgekehrten Weg, nähert sich dem sakralen Mammutwerk mit ruhiger Gelassenheit. Die Musiker aus Montreal spielen mit einer Leichtigkeit, die das Farbenspiel der Instrumente erst richtig transparent erscheinen läßt. Schwerelosigkeit des Tonansatzes ist auch dem Chor zu attestieren. John Mark Ainsley gestaltet das Sanctus mit reinem, aber etwas schmelzarmem Tenor.

Gleichsam als "Bonus" enthält die Edition fünf weitere Sakralkompositionen, die mit Ausnahme des Resurrexit von eher marginaler Bedeutung sind. Die erst posthum veröffentlichten Gesänge für Frauenstimmen Tantum ergo und Veni creator kontrastieren in ihrer Schlichtheit deutlich zum Aufwand des Requiems, bei Pater noster und Adoremus handelt es sich um leicht sentimentale Kompositionen des Russen Dmitrij Bortniansky, die von Berlioz 1850 lediglich textlich überarbeitet und neu arrangiert wurden.

Ekkehard Pluta [01.06.2000]

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