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CD-Besprechung zum Thema
Trauer / Tod

Telarc CD 80501

1 CD • 69min • 1999

01.03.2000

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 4
Klangqualität:
Klangqualität: 6
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 2

Die englische Textfassung, die dieser Einspielung zu Grunde liegt, ist fraglos eine achtenswerte Arbeit Robert Shaws. Doch ist sie auch sinnvoll? Schließlich gibt es ja mittlerweile auch den Elias in einer englischen Version. Doch Brahms' Deutsches Requiem ist bekanntlich ein besonderer Fall in der Geschichte der Requiem-Vertonungen, der seine theologischen Implikationen nicht zufällig bereits im Werktitel ankündigt. Allein ein Vergleich der deutschen Textzeile Denn alles Fleisch, es ist wie Gras (mit einem langen "a" bei "Gras") mit Shaws Übersetzung (Behold, all flesh is as the grass) mit dem kürzeren "grass" legt den Finger auf die Wunde: Das sensible Wort-Ton Verhältnis des Werks wird zerstört, zumal bei einer so üppigen und zu leichtem Übervibrato neigenden Chorbesetzung wie hier. Überhaupt wird die Härte mancher Sequenzen, die Brahms so eindrucksvoll und mitunter auch bedrohlich zu kontrastieren weiß, bei Jessop oft zugunsten eines weichen Gesamtklanges gemildert. Zumindest für europäische Gemüter dürfte das alles ein bißchen zu domestiziert und harmlos wirken. Wo ist dein Stachel - das fragt man sich auch bei dieser Aufnahme, die damit auch zu den überflüssigen Katalogtaten zu rechnen ist.

Norbert Rüdell [01.03.2000]

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