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CD-Besprechung

Louis Vierne

24 Pièces de Fantaisie

Gateway music DB 2020

2 CD • 2h 36min • [P] 2020

00.00.00

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 7
Klangqualität:
Klangqualität: 7
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Vor 150 Jahren wurde Louis Vierne geboren, ein Jubiläum das im allgegenwärtigen Beethovenjahr eher unterzugehen droht, obwohl es selbiges angesichts der derzeitigen Lage auch schon schwer genug hat. Doch Corona und Beethoven hin und her, Vierne ist in der Orgelwelt eine feste Größe und zählt unbestritten zu den wichtigsten Komponisten, die für dieses Instrument geschrieben haben. Dabei macht die Orgelmusik gerade einmal die Hälfte seines Œuvres aus, das sollte angesichts eines solchen Jubiläums nicht vergessen werden. Für diese Hälfte seines Schaffens ist Vierne, der von 1900 bis 1939 als Titularorganist der Pariser Kathedrale Notre-Dame amtierte, allerdings deutlich berühmter. Um Viernes Orgel ranken sich zahlreiche Mythen. Tatsache ist jedenfalls, dass die dortige einzigartige Symbiose von Raum und Instrument etwas ganz Besonderes war – und nach der Restaurierung der Kathedrale, bei deren Brand die Orgel wie durch ein Wunder weitgehend unversehrt blieb, hoffentlich auch wieder sein wird.

Poetische Klänge

Der dänische Organist Daniel Bruun hat nun an dem 2015 von der Orgelbauwerkstatt Carsten Lund erbauten Instrument der Kirche in Helleruplund die 24 Pièces de Fantaisie Viernes eingespielt. Diese Wahl ist angesichts des Jubiläums nicht überraschend, aber auch nicht besonders originell. Bruun erweist sich als in jeder Hinsicht tadelloser Interpret, der Viernes Musik stets mit schnörkellosem, vorwärtsdrängendem Impetus spielt, und auch deren lyrische Seite nicht vergisst. Vor allem diese Seite betont er, weil das 43 Register auf drei Manualen und Pedal umfassende Instrument gerade hierbei zu glänzen vermag. Klanglich präsentiert es sich als echtes Sahneschnittchen: weich und samtig klingen die Grundstimmen, alles ist auf Verschmelzung und ein sattes Klangbild hin intoniert. Schade ist dann aber doch, dass dem Klang der Orgel das letzte Quäntchen Power fehlt, um nachhaltig unter die Haut zu gehen. Dazu passt Bruuns direktes, akkurates und überwiegend streng metrisches Spiel. So bleibt der Tiger zumeist eben doch im Tank und schnurrt deutlich harmloser vor sich hin, als er eigentlich ist.

Guido Krawinkel [00.00.00]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Louis Vierne
1Première Suite op. 51 00:24:40
7Quatrième Suite op. 55 00:41:11
CD/SACD 2
1Deuxième Suite op. 53 00:32:48
7Troisième Suite op. 54 00:36:41

Interpreten der Einspielung

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