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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3618

Carl Heinrich Graun

* 1703 Wahrenbrück, Sachsen
† 08.08.1759 Berlin

Neben Johann Adolph Hasse war Carl Heinrich Graun Mitte des 18. Jahrhunderts die zentrale Figur im musikalischen Leben Berlins, vor allem in der Opernwelt. Er schrieb etwa drei Dutzend Opern im neapolitanischen Stil Alessandro Scarlattis, u.a. Iphigenie in Aulis (1729), Rodelinde (1741), Cesare et Cleopatra (1742, zur Einweihung des Opernhauses Unter den Linden), Orpheus (1752) und Montezuma (1755, Text von Friedrich dem Großen). Grauns Wirken hat Berlin musikalische Geltung verliehen. Allerdings beschränkt sich seine Bedeutung lokal auf seinen Wirkungsort. Bis zu seinem Tod konnte sich Graun als lokale Größe behaupten, mit dem Auftreten und den Opern Glucks verschwanden seine Opern allerdings bis heute vollkommen aus dem Repertoire. In den meisten Opernführern sucht man seinen Namen vergeblich. Graun starb am 8. August 1759 in Berlin. Geboren wurde er in 1704 in Wahrenbrück bei Cottbus. Er folgte 1714 seinem älteren Bruder Johann Gottlieb, der später ebenfalls in Berlin als Komponist und Konzertmeister tätig war, nach Dresden an die Kreuzschule. Er muss über eine ausnehmend schöne Sopranstimme verfügt haben, denn er wurde sogar zum „Extraordinär-Diskantist“ der Stadt Dresden ernannt. Ab 1725 sang Graun als Tenor an der Braunschweiger Oper, er war aber auch als Cellist und Komponist gefragt. Anlässlich der Hochzeit des preußischen Kronprinzen Friedrich mit Elisabeth Christine von Braunschweig 1733 komponierte Graun die Oper Lo specchio della fedeltà, von der Friedrich so begeistert war, dass er ihn an seinen Hof in Rheinsberg verpflichtete. Friedrich war Graun zeitlebens freundschaftlich verbunden. Nach seiner Thronbesteigung 1740 nahm er als König Friedrich der Große Graun mit nach Berlin, ernannte ihn zum Kapellmeister und beauftragte ihn mit der Organisation eines Opernensembles sowie mit der Komposition der Oper Cesare e Cleopatra zur Eröffnung des Opernhauses (7. Dezember 1742). Neben seinen zahlreichen Opern komponierte Graun jedoch auch noch etliche geistliche und weltliche Kantaten und andere Vokalwerke. Davon hielt sich seine 1755 erstmals aufgeführte Passionsmusik Der Tod Jesu bei der Sing-Akademie zu Berlin noch lange Zeit im Konzertprogramm und wurde noch jahrzehntelang als Karfreitagsmusik aufgeführt. Erst nach der Wiederentdeckung von Bachs Passionen wurde es durch diese ersetzt. Darüber hinaus hinterließ Graun noch ein Te Deum sowie weitere Instrumentalkompositionen.

Diskographie [8] Werke [14]

Diskographie aktuelle Auswahl: 8

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= Datum der Besprechung 
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Johann Gottlieb Graun • Carl Heinrich Graun

Concerti

777 321-2;0761203732128
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Die Brüder Graun waren einander im Leben eng verbunden; nur ein Jahr Altersunterschied trennte die beiden (Johann Gottlieb wurde 1703, Carl Heinrich 1704 geboren), 1713 kamen beide auf die Dresdner Kreuzschule, schließlich wirkten sie beide ab 1735 ...

cpo 777 321-2 • 1 CD • 63 min.

18.03.11 [8 8 8]

Carl Heinrich Graun: Der Tod Jesu (Passionskantate)

CDA67446;0034571174464
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Seit seiner Uraufführung 1755 war Der Tod Jesu des königlich-preußischen Hofkapellmeisters Carl Heinrich Graun (1704-1759) für mehr als hundert Jahre das erfolgreichste deutsche Passionsoratorium. Im 19. Jahrhundert wurde es alljährlich für den ...

Hyperion CDA67446 • 2 CD • 101 min.

12.07.04 [10 10 10]

C.H. Graun

777 158-2;0761203715824
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Der lateinische Te Deum-Text aus dem 4. Jahrhundert wurde in der Musikgeschichte häufig als feierlicher Lobgesang anläßlich eines wichtigen militärisch-politischen Sieges vertont; so entstand auch das Te Deum von Carl Heinrich Graun im Mai 1757, ...

cpo 777 158-2 • 1 SACD • 59 min.

28.08.06 [6 6 6]

Carl Heinrich Graun: Kommt her und schaut Graun WV B:VII:5 (Große Passion)

777 452-2;0761203745227
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Carl Heinrich Graun (1703/04-1759), ab 1740 Kapellmeister am Hofe Friedrich des Großen und ein wichtiger Vertreter der italienischen Oper in Deutschland, gehörte zu dem so genannten „Berliner Kreis“ um den musikliebenden Preußenkönig. Seine 28 Opern ...

cpo 777 452-2 • 2 CD • 122 min.

12.05.09 [9 9 9]

Carl Heinrich Graun: Osteroratorium

777 794-2;0761203779420
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Aufgrund der unsicheren Grundlage hinsichtlich der Datierungen der Werke von Carl Heinrich Graun (1703-1759) ist es nur anzunehmen, dass sein Osteroratorium zu einer frühen Schaffensperiode gehöre, nämlich als er in Dresden oder später in ...

cpo 777 794-2 • 1 CD • 64 min.

10.06.13 [9 9 9]

Sacrificium

478 1521;0028947815211
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Unter den Primadonnen unserer Tage nimmt Cecilia Bartoli als unermüdliche Opern-Archäologin eine Sonderstellung ein. Sie begnügt sich nicht damit, ihre stupende Kunstfertigkeit zur Schau zu stellen, sondern macht mit stets durchschlagendem Erfolg ...

Decca 478 1521 • 1 CD • 75 min.

24.11.09 [10 9 10]

11 Telemann

Trios & Quartets

777 441-2;0761203744121
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Mit der zunehmenden Verbreitung des Notendrucks zu Beginn des 18. Jahrhunderts, mit dem Wirken ausländischer, vor allem aber italienischer Musiker an deutschen Höfen und dem risikoärmeren Reisen ins benachbarte Ausland wurde der Einblick in die ...

cpo 777 441-2 • 1 CD • 66 min.

11.03.11 [9 9 9]

Wer ist der, so von Edom kömmt

Passion Oratorio

555 270-2;0761203527021
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Zweifellos ein Kuriosum, was der Thomaskantor Gotthold Schwarz mit dem Concerto Vocale und dem Sächsichen Barockorchester Leipzig, beide von ihm gegründet, da für das Label cpo eingespielt hat: eine Passion von gleich drei Komponisten, also ein ...

cpo 555 270-2 • 2 CD • 116 min.

16.05.19 [8 10 8]

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