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CD-Besprechung

A. Schnittke

BIS 1 CD CD 1437

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 7

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Besprechung: 11.05.06

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BIS CD 1437

1 CD • 64min • 2003

Mit vier Kammerorchester-Werken, die sich mit alter Musik auseinandersetzen, verfolgt BIS seine Serie mit Kompositionen von Alfred Schnittke. Der an Beethoven erinnernde Titel Quasi una Sonata verspricht mehr, als das erste Stück einzulösen vermag. Dankenswerterweise weist auch Booklet-Autor Per F. Broman darauf hin, daß schon Schnittke selbst die hier verwandte Technik der Polystilistik drei Jahre später als nicht mehr sonderlich innovativ betrachtete. Auch die hier erklingende Kammerorchester-Bearbeitung von 1987 des ursprünglich 1968 für Violine und Klavier angelegten Stückes vermag an dem Eindruck wenig zu ändern, daß die erzählte “Geschichte voller Kontraste und Dramatik” (so das Beiheft) jedenfalls ausgesprochen geschwätzig wirkt.

Moz-Art á la Haydn dekonstruiert Originalmaterial aus Mozarts fragmentarisch überlieferter Ballett-Pantomime Pantalon und Columbine und macht daraus ein szenisches Spektakel, das auf einer Audio-CD fehl am Platze wirkt, da wesentliche Ebenen verloren gehen müssen – man sieht eben nicht, daß der Anfang im Dunkeln gespielt wird und das Orchester die Bühne am Ende nach und nach verläßt.

Die Suite im alten Stil, ursprünglich für Violine und Klavier oder Cembalo, 1972 komponiert, wird hier in einer recht langweiligen Orchesterbearbeitung von Vladimir Spivakov und Vladimir Milchmann gespielt, auch wenn das Stück in dieser Form weit gefälliger wirkt als das Original. Wer solche Pasticcios mag, sollte lieber zu Respighis Antiche Danze oder Strawinskys Pulcinella greifen. Nur das sechste Concerto Grosso überzeugt mich als Werk voll und ganz.

Die Interpretationen wirken sorgsam ausgearbeitet, aber auch ziemlich routiniert; die Tapiola Sinfonietta, die unter guten Dirigenten geradezu elektrisierend musizieren kann, schien sich unter dem auf mich wenig inspiriert wirkenden Dirigat von Ralf Gothóni (der auch den Klavierpart im Concerto Grosso übernahm), nicht sonderlich gefordert zu fühlen.

Dr. Benjamin G. Cohrs [11.05.2006]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 A. Schnittke Quasi una sonata für Violine und Kammerorchester (1968/1987)
2 Moz-Art à la Haydn
3 Suite im alten Stil (1972/1987 - Bearb. für Kammerorchester)
4 Concerto grosso Nr. 6 für Klavier, Violine und Streicher

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Ralf Gothóni Klavier, Dirigent
Ulf Wallin Violine
Tero Latvala Violine
Meri Englund Violine
Tapiola Sinfonietta Orchester
 
CD 1437;7318590014370

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