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CD-Besprechung

French Chamber Music with Clarinet

French Chamber Music with Clarinet

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 13.01.05

Hungaroton HCD

1 CD • 61min • 2004

Der Sammeltitel „Französische Kammermusik mit Klarinette“ und der niedliche, kleine Putto als Blickfang lenken erheblich vom Inhalt und Konzept des nicht immer „bequemen“ Ein-Stunden-Programmes ab. Allein fünf Beiträge sind als Quasi-Wegweiser dem französischen Zeitgenossen der Moderne des vorigen 20. Jahrhunderts gewidmet: Henri Tomasi (1901–1971). Als Komponist und Dirigent in der weiterführenden Nachfolge von Paul Dukas und Vincent d’Indy hat er sich vorwiegend mit der Oper und der Konzertliteratur, also der sinfonisch besetzten Orchestermusik, beschäftigt. Seine weniger bekannten, selten zu hörenden Kammermusiken mit Klarinette zeichnen sich dagegen durch formale und harmonisch gern zur Abstraktion neigende Experimentierlust vor dem Hintergrund globalisierender Stilmixturen aus. Vorläufer einer Weltmusik.

So gesehen gibt er genügend Spielanreize für junge Instrumentalvirtuosen, hier Klarinettisten. Vor allem Tomasis atonale Kapriolen erinnern gelegentlich an ein Etüdenkompendium für Fortgeschrittene und Meisterklassen-Absolventen, die der Solist und inzwischen mehrfach international gewürdigter Preisträger Csaba Klenyán (Jg. 1969) klanglich elegant und mit perlender Leichtigkeit zu einem Funkenregen klarinettistischer Bläserperfektion entzündet. Vor einem derart soliden, „handwerklichen“ Hintergrund erweisen sich die Kostproben zweier weiterer Repräsentanten der französischen Moderne, Eugène Bozza (1905–1991) und Pierre Max Dubois (1930–1995), als die wesentlich französisch-humaner mit der Klangmaterie umgehenden Tonsetzer.

Namentlich der um eine Generation jüngere Dubois weiß seine Intentionen immer wieder mit geradezu unterhaltsamen Nuancen zu versehen, darin ebenbürtig seinen Kollegen Francis Poulenc und Jean Françaix. Obwohl die Vortragsbezeichnungen „giocoso“ und „scherzando“ auch in den Beiträgen von Tomasi häufig begegnen, übernehmen sie dort eher die Funktion eines Warnsignals, um höchst professionelle Anforderungen an Intervallsprüngen, Fingerfertigkeit und Lippenartistik anzuzeigen. Gerade recht für unseren Solisten und für seine ebenso fingerfertige Klavierpartnerin Ildikó Cs. (?) Nagy und den Bozza-Duettisten Zoltán Gyöngyössy mit der Flöte.

Dr. Gerhard Pätzig [13.01.2005]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 H. Tomasi Introduction et Danse
2 Chant corse
3 Sonatine attique für Klarinette solo
4 Dance de noces
5 Concerto für Klarinette und Klavier
6 E. Bozza Trois Mouvements für
7 P.M. Dubois Neuf Impromptus für Klarinette und Klavier
8 Menuet de Beaugency für Klarinette und Klavier

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Csaba Klenyán Klarinette
Zoltán Gyöngyössy Flöte
Ildikó Cs. Nagy Klavier
 
HCD;5991813221421

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