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CD-Besprechung

L' arpa notturna

Elisabeth Plank

L’ arpa notturna

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 11.05.17

Ars Produktion ARS 38 229

1 CD/SACD stereo/surround • 61min • 2016

Ein oft bemühtes Vorurteil lautet, dass die Harfe ein Instrument für Frauen sei und außer Schönklang wenig zu bieten habe. Was ersteres betrifft, so kommt man nicht umhin, dies einzuräumen: ein Großteil der Interpreten sind Frauen, obwohl in den letzten Jahren durchaus einige bekannte männliche Interpreten zu Ruhm und Ehre gekommen sind. Das zweite Vorurteil freilich ist schlichtweg falsch. Schuld an diesem Diktum ist nicht zuletzt die Tatsache, dass im 19. Jahrhundert Unmengen an virtuoser Literatur für die Harfe entstanden ist, deren musikalischer Gehalt bei weitem nicht mir ihrer extrovertierten Gestalt Schritt halten konnte. Von diesem Fluch hat sich der Ruf der Harfe immer noch nicht ganz erholt.

Dass es auch anders geht, zeigt die erste CD der jungen Harfenisten Elisabeth Plank. Der Titel „L′arpa notturna“ gibt einen Hinweis auf den thematischen Schwerpunkt: es geht um die Nacht, die sich als thematischer roter Faden durch das Programm zieht. Ein Notturno von Michail Glinka ist zu hören, ebenso eine Bearbeitung des Nachtstücks (D 672) von Franz Schubert. Interessant sind vor allem die Nischen des Repertoires, in denen Plank gestöbert und wo sie einige selten zu hörende Werke ans Licht gebracht hat, Paul Hindemiths Sonate für Harfe etwa, Maqamat des israelischen Komponisten Ami Maayani oder Sarabande e Toccata von Nino Rota. Hier kann man spannende Entdeckungen machen. Aber auch die Liebhaber traditioneller Harfenkunst kommen mit Stücken wie Wilhelm Posses Variationen über Der Karneval von Venedig oder Henriette Reniés Légende auf ihre Kosten. Dies zumal Elisabeth Plank ihr Instrument technisch virtuos und musikalisch überaus professionell beherrscht. Sie zeigt sehr überzeugend, dass die Harfe eben nicht nur ein liebliches Instrument für zarte Frauenzimmer ist. Dies ist zweifellos eine Seite der Harfe, aber derer hat sie viele.

Guido Krawinkel [11.05.2017]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 F. Liszt Le Rossignol 00:04:56
2 P. Hindemith Sonate für Harfe 00:11:04
5 M. Glinka Nocturne für Harfe 00:04:15
6 W. Posse Variations sur le Carneval de Vensie 00:10:59
7 A. Maayani Maqamat 00:06:28
8 N. Rota Sarabanda e Toccata 00:07:18
10 F. Schubert Nachtstück c-Moll op. 36 Nr. 2 D 672 00:04:47
11 H. Renié Legende für Harfe solo (d'après "Les Elfes" de Leconte de Lisle) 00:11:11

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Elisabeth Plank Harfe
 
ARS 38 229;4260052382295

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