Brühler Schlosskonzerte 2026
1. Mai 2026 bis 14. Februar 2027
Mit der Saison 2026 schlagen die Brühler Schlosskonzerte neue Wege ein. Die bisherigen Abo-Konzertwochenenden verschmelzen mit dem Haydn-Festival, das sich dadurch zeitlich ausdehnt: Vom 1. Mai bis zum 26. Juli finden an jedem zweiten Wochenende jeweils freitags, samstags und sonntags Konzerte im Brühler Schloss Augustusburg statt. Vor allem Musik von Joseph Haydn, aber auch Werke aus Barock und Romantik, Jazz und die Uraufführung eines für das Haydn-Festival komponierten Werks. Zur Feier des Neubeginns erklingt am Eröffnungswochenende Joseph Haydns wohl berühmtestes und großartigstes Werk: sein Oratorium Die Schöpfung.
Die Herbst- und Winterreihe „Bach um vier“, in der in moderierten Konzerten in der Schlosskirche Kantaten und Kammermusik Johann Sebastian Bachs aufgeführt und erläutert werden, wird in der neuen Saison ebenfalls erweitert: Die beiden Kantatenkonzerte mit der Capella Augustina unter der Leitung von Andreas Spering finden aufgrund der hohen Nachfrage nach Tickets gleich zweimal hintereinander statt. Der Eintrittskartenverkauf für alle Konzerte der Saison hat am 20. Februar begonnen.
Haydns „Schöpfung“ zur Eröffnung
Wie könnte man das neu strukturierte Brühler Haydn-Festival passender und feierlicher eröffnen,als mit der Aufführung von Haydns Schöpfung? Dieses Oratorium, ein Werk für Orchester, Chor und drei Gesangssolisten, wird am ersten Mai-Wochenende gleich drei Mal unter der Leitung von Andreas Spering in Schloss Augustusburg zu erleben sein. Nach diesem monumentalen Saisonbeginn folgen zwei Wochen später Werke in kleinerer Besetzung: Unterdem Motto „Verwandte Seelen“ widmet sich Andreas Staier, der führende Hammerklavier-Spezialist seiner Generation, den engen künstlerischen Verbindungen zwischen Carl Philipp Emanuel Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn (15. Mai). An den beiden Folgetagen gibt das junge Simply Quartet sein Debüt in Brühl. Das international besetzte Quartett überzeugte bereits bei zahlreichen Wettbewerben und auf bedeutenden Bühnen weltweit. Wenn es nach Brühl kommt, spielt es mit Werken von Joseph Haydn, Claude Debussy und Bedřich Smetana „Simply große Musik“ (16./17. Mai). International geht es weiter, wenn das deutsch-englisch-griechische Trio Gaspard im Gardensaal des Schlosses unter Beweis stellt, dass der Konzerttitel „Neuer Trio-Standard“ keine Übertreibung darstellt. In den letzten Jahren beschäftigte sich das Ensemble intensiv mit den Klaviertrios Haydns und kombiniert nun dessen Musik mit Werken von Ludwig van Beethoven und dem armenischen Komponisten Arno Babadjanian (29. Mai). Unter dem Titel „Unsterblicher Mozart“ erklingt an den folgenden beiden Abenden Mozarts berühmte Sinfonia concertante für Violine und Viola, interpretiert von der Compagnia di Punto gemeinsam mit Evgeny Sviridov und Corinna Golomoz, ergänzt durch Werke von Haydn und Schubert (30./31.Mai).
Jazz, „Fiesta Vivaldi“ und Gesang
Auf grenzüberschreitende Klänge darf sich das Publikum Mitte Juni freuen, wenn das Jazzquartett Jeroen Berwaerts mit zwei Trompeten, Klavier und Gitarre in die „Roaring Fifties“ entführt und dabei Jazz, klassische Moderne und Chanson auf ebenso elegante wie überraschende Weise verbindet (12. Juni). Das Bremer Barockorchester schaut in Brühl mit dem Programm „Fiesta Vivaldi“ über den musikalischen Tellerrand, indem es Vivaldis Vier Jahreszeiten mit lateinamerikanischen Klängen kombiniert (13./14. Juni). „Zwei Genies, zwei Freunde“ sind Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn, deren Musik im Konzert der Capella Augustina zu hören ist (26. Juni). Gleich zwei virtuose Trompeten-Solisten begleiten die Neue Hofkapelle Osnabrück ins Prunktreppenhaus des Schlosses. Gemeinsam präsentiert man „Strahlendes Barock“ mit Werken von Komponistengrößen wie Telemann, Bach und Vivaldi (27./28. Juni). Mitte Juli finden sich Musiker und Publikum erneut im intimen Rahmen des Gardensaales ein, wenn die gefeierte Mezzosopranistin Anna Lucia Richter und Pianist Ammiel Bushakevitz in Liedern von Haydn, Mendelssohn Bartholdy, Schubert, Mahler und Brahms „Von ewiger Liebe“ erzählen (10. Juli). Mit dem LA FONTE Barockorchester kommen gefeierte Newcomer ins Schloss. Das 2022 gegründete Ensemble widmet sich mit Vorliebe der Musik, die im 18. und 19. Jahrhundert für westfälische Adelshöfe komponiert wurde. Unter dem Titel „Hofmusik“ präsentiert das Orchester gemeinsam mit gleich fünf renommierten Instrumentalsolisten einige Schätze aus diesem Repertoire sowie Haydns wunderbare Sinfonia concertante (11./12. Juli). Zum Abschluss des Haydn-Festivals kommen Jazzfans noch einmal auf ihre Kosten, wenn Flötist Frédéric Couderc und Pianist Bernd Lhotzky „A Trip to Hoboken“ unternehmen. In einer eigens für das Haydn-Festival entwickelten Jazz-Suite schreiten sie auf virtuose Weise Joseph Haydns Lebensstationen ab (24. Juli). Zum Abschluss des Haydn-Festivals begibt sich die Capella Augustina gemeinsam mit der Cellistin Ursina Maria Braun unter der Leitung von Andreas Spering „Von London in die Goldene Stadt“. Neben Haydns erstem Cellokonzert, seiner Sinfonie Nr. 76 und Mozarts „Prager Sinfonie“ erklingt auch das nächste Werk der Reihe von Uraufführungen, die im Auftrag des Haydn-Festivals entstehen: In „Das anatomische Theater des Herrn Joseph Haydn“ macht sich Peter Tilling auf die Suche nach Haydns Genie (25./26. Juli).
Für alle Konzerte hat der Eintrittskartenverkauf am 20. Februar 2026 um 10 Uhr begonnen. Die Konzertkarten sind in allen an KölnTicket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich oder können telefonisch unter 0221.280234 bzw. im Internet auf www.schlosskonzerte.de bestellt werden.

