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CD-Besprechung

Orfeo C 751 101 A

1 CD • 62min • 2006

16.07.2010

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10
Klangqualität:
Klangqualität: 10
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Klassik Heute
Empfehlung

Peter von Winter (1754-1825) wurde in Mannheim geboren und bereits mit zwölf Jahren als Geiger in das berühmte Hoforchester aufgenommen. Nach Übersiedlung des kurpfälzischen Hofes nach München stieg er zum Hofkapellmeister auf, unternahm zahlreiche Reisen und zählte zu den renommiertesten Musikern seiner Zeit. Sein kompositorisches Œuvre umfasst etwa vierzig Opern der verschiedensten Stilrichtungen von der Opera seria bis zum deutschen Singspiel, Sinfonien und konzertante Werke, geistliche und weltliche Chormusik und Kammermusik.

Der rührige Klarinettist und Musikforscher Professor Dieter Klöcker setzt sich schon seit langem als Interpret und Herausgeber für von Winters Schaffen ein – nicht zuletzt, weil es für Klöckers Instrument höchst reizvolle Aufgaben bereit hält.

Zusammen mit seinem traditionsreichen Ensemble Consortium Classicum hat sich Klöcker jetzt zweier Kammermusikwerke für größere gemischte Besetzung aus Bläsern und Streichern angenommen, die ihren Ursprung in den klassischen Serenaden und Divertimenti haben und zur Frühromantik hinführen. Das 1803 erschienene Septett verwendet neben der Klarinette zwei konzertierend eingesetzte Violinen und zwei prominent behandelte Hörner, dazu Viola und Violoncello. Das Oktett von 1812/13 weist virtuose Partien für Flöte, Klarinette und Fagott sowie Violine, Viola, Cello und ebenfalls zwei Hörner auf. Klöcker fügt, dem Gebrauch der Zeit entsprechend, jeweils diskret einen Kontrabass-Part hinzu, was dem Klang Fülle und Abrundung verleiht.

Dazwischen erklingt das um 1780 entstandene dankbare Quartett für Klarinette und Streichtrio, das noch weitgehend in der Nachfolge Mozarts steht, mit dem von Winter zweimal zusammentraf. In den späteren Werken sind die stilistischen Einflüsse, nicht zuletzt bedingt durch von Winters Reisen, vielfältig und reichen von volkstümlich-böhmischem Tonfall bis zu Anklängen an die italienische Oper. Durchgehend ist ein ausgeprägtes kantables Element zu konstatieren, das den am Belcanto geschulten Opernkomponisten verrät, verbunden mit einem sicheren Gespür für Brillanz und effektvolle Wirkung. Das alles beflügelt die Spielfreude von Klöckers Truppe hörbar, die hier einmal mehr mit einer Probe ihres souveränen Könnens erfreut.

Sixtus König † [16.07.2010]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Peter von Winter
1Septett op. 10 00:27:43
5Quartett 00:14:38
8Oktett 00:19:59

Interpreten der Einspielung

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