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CD-Besprechung

Camille Saint-Saëns
Works for solo instrument and orchestra

Camille Saint-Saëns<br />Works for solo instrument and orchestra

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 26.01.07

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BIS 1470

1 CD • 62min • 2004

Der französische Geiger und Dirigent russischer Abstammung Jean-Jacques Kantorow setzt sein Engagement für Camille Saint-Saëns fort – und das allein ist schon aller Anerkennung wert, denn der französische Meister gehört zu den Komponisten, die bis heute nicht annähernd ihrer Bedeutung entsprechend gewürdigt werden. Saint-Saëns Popularität gründet fast ausschließlich auf dem (ursprünglich nicht zur Veröffentlichung bestimmten) Karneval der Tiere, ein Großteil seines umfangreichen Oeuvres, das sich über alle Gattungen erstreckt, wird vom Gros der Musikwelt einfach nicht zur Kenntnis genommen.

Kantorow bezieht dankenswerterweise auch weniger bekannte Stücke ein, wie in diesem Fall die von Eugène Ysaye arrangierte (und in dieser Form von Saint-Saëns in sein Werkverzeichnis aufgenommene) Caprice d´après l´étude en forme de valse op.52 oder das Allegro appassionato op. 70 für Klavier und Orchester, das – wie auch die virtuose Valse-Caprice Wedding Cake op. 76 – durch die finnische Pianistin Heini Kärkkäinen eine sehr lebendige, pointierte Wiedergabe erfährt. Das Streicher-Prélude zum Oratorium Le Déluge und das Caprice andalous für Violine und Orchester, beides ebenfalls kaum bekannte Kostbarkeiten von klarer Form und ansprechender Lyrik, hat Kantorov bereits früher schon einmal eingespielt.

Hauptwerk der Veröffentlichung ist das musikalisch ungemein dankbare, die klassische dreisätzige Form auf sehr eigenständige Weise ausfüllende dritte Violinkonzert. Es wurde 1880 für Pablo de Sarasate geschrieben und zählt seither zu den bedeutenden Werken dieser Gattung, die fast alle großen Geiger im Repertoire führen. Kantorows Wiedergabe ist von gestochener Klarheit und Genauigkeit, das Gleiche gilt für die Orchesterbegleitung, für die Kantorow sich der Unterstützung des Dirigenten Kees Bakels versichert hat. Allerdings lassen kräftige Akzente und scharfe Attacken gelegentlich des Geigers russische Wurzeln spüren. Man vermisst ein wenig die unnachahmliche Eleganz, mit der Zino Francescatti diese Musik erfüllte.

Sixtus König † [26.01.2007]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 C. Saint-Saëns Konzert Nr. 3 h-Moll op. 61 für Violine und Orchester
2 Caprice d'après l'étude en forme de valse op. 52 Nr. 6
3 Caprice andalous op. 122 für Violine und Orchester (1904)
4 Prélude from "Le Déluge" op. 45 (1876)
5 Valse-Caprice op. 76 für Klavier und Streicher (Wedding-Cake, 1886)
6 Allegro appassionato cis-Moll op. 70 für Klavier und Orchester (1884)

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Jean-Jacques Kantorow Violine, Dirigent
Heini Kärkkäinen Klavier
Kees Bakels Dirigent
Tapiola Sinfonietta Orchester
 
1470;7318590014707

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