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CD-Besprechung

F. Benda

cpo 1 CD 777 214-2

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 02.01.07

cpo 777 214-2

1 CD • 69min • 2005

Die Brüder Benda, aus Böhmen gebürtig und damit offensichtlich mit einer eingeborenen Musikalität begabt, wurden zu einer Stütze des Musiklebens in Berlin. Die brandenburgisch-preußische Hauptstadt wurde nicht zuletzt durch das Wirken Carl Philipp Emmanuel Bachs und sicher gegen den langweilig konservativen Geschmack Friedrichs des Großen zu einem der wichtigsten Musikzentren des musikalischen Aufbruchs, der sich ab der Mitte des 18. Jahrhunderts in Deutschland ereignete. Franz Benda (1709-1786) zählte zu seinen Lebzeiten zu den in Deutschland am meisten geschätzten Violinisten. Zunächst Mitglied der Königlich Polnischen Hofkapelle in Warschau, musste er nach dem Tod Augusts des Starken andere Wege suchen, da der Nachfolger des prachtliebenden Herrschers zunächst die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen hatte – dieses Vorhaben gelang natürlich nur durch eine radikale Beschneidung des Kulturetats, da unterscheiden sich die Verhältnisse im 18. Jahrhundert gar nicht von den heutigen.

Benda, der wie die Fürstenfamilien seiner Zeit auf eine erfolgreiche Künstlerdynastie an den verschiedensten europäischen Höfen verweisen konnte, brauchte nicht um seinen Erfolg zu bangen. Selbstbewusst nahm er an der musikalischen Formulierung des neuen Kunsthorizonts teil, mit dem die Kinder der Generation Bach/Händel einen neuen Wind durch das künstlerische Leben des Rokoko wehen ließen und so der heraufblühenden Epoche der Klassik den Boden bereiteten.

Anton Staeck kann sich auf renommierte Ausbildungsorte wie Amsterdam und die Mitwirkung bei weltberühmten Ensembles wie der musica antiqua Köln, den Musiciens du Louvre und dem Concerto Köln berufen. Seine Präsentation auf der vorliegenden CD lässt keine Wünsche bezüglich der Perfektion offen; dennoch bleiben Defizite an Charme und Biegsamkeit, denen bei aller wünschenswerten Virtuosität mit einem weniger kecken Ansatz abgeholfen worden wäre.

Detmar Huchting [02.01.2007]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 F. Benda Violinsonate C-Dur
2 Violinsonate A-Dur
3 Violinsonate F-Dur
4 Violinsonate E-Dur
5 Violinsonate C-Dur
6 Violinsonate Es-Dur

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Anton Steck Violine
Christian Rieger Cembalo
 
777 214-2;0761203721429

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