Dresdner Philharmonie am 12. März 2026 ihr neues Programm vorgestellt. Unter dem Motto "Paradiese" lädt sie mit ihrem Chefdirigenten Sir Donald Runnicles und zahlreichen Gästen dazu sein, gemeinsam die Welt der klassischen Musik zu erkunden. Frauke Roth, Intendantin der Dresdner Philharmonie: „Ganz bewusst haben wir die Saison 2026/27 der Dresdner Philharmonie unter das Motto ‚Paradiese‘ gestellt. Damit meinen wir nicht in erster Linie idealisierte Rückzugsorte, sondern kulturelle, gesellschaftliche und individuelle Entwürfe von Glück, Freiheit und Zugehörigkeit, ebenso wie deren Bedrohung oder Verlust. Musik ist seit jeher ein Medium, in dem solche Vorstellungen als Utopie, als Erinnerung oder als kritischer Spiegel ihrer Zeit verhandelt werden.“" />

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Meldung vom 15.03.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Konzertsaison 2026/27 der Dresdner Philharmonie

Motto ‚Paradiese‘ - als Sehnsuchtsort, verlorene Heimat oder trügerisches Ideal

Auf ihrer Jahres-Pressekonferenz hat die Dresdner Philharmonie am 12. März 2026 ihr neues Programm vorgestellt. Unter dem Motto "Paradiese" lädt sie mit ihrem Chefdirigenten Sir Donald Runnicles und zahlreichen Gästen dazu sein, gemeinsam die Welt der klassischen Musik zu erkunden. Frauke Roth, Intendantin der Dresdner Philharmonie:

„Ganz bewusst haben wir die Saison 2026/27 der Dresdner Philharmonie unter das Motto ‚Paradiese‘ gestellt. Damit meinen wir nicht in erster Linie idealisierte Rückzugsorte, sondern kulturelle, gesellschaftliche und individuelle Entwürfe von Glück, Freiheit und Zugehörigkeit, ebenso wie deren Bedrohung oder Verlust. Musik ist seit jeher ein Medium, in dem solche Vorstellungen als Utopie, als Erinnerung oder als kritischer Spiegel ihrer Zeit verhandelt werden.

Bereits zur Saisoneröffnung mit Respighis Pini die Roma und der Carmina Burana von Carl Orff unter der Leitung unseres Chefdirigenten Sir Donald Runnicles wird das hörbar. Aber auch jeder andere Konzertabend bewegt sich in diesem Spannungsfeld: Dass sich Kirill Gerstein als Artist in Residence und Sir James MacMillan sowie Tabita Berglund als Composer in Residence und Erste Gastdirigentin genauso wie Iveta Apkalna als Palastorganistin im Rahmen der Dramaturgie ihrer Konzertprogramme darauf eingelassen haben, ehrt uns.“

Sir Donald Runnicles, Chefdirigent der Dresdner Philharmonie:

„Die Vorstellung vom Paradies als Sehnsuchtsort, als verlorene Heimat oder als trügerisches Ideal hat Komponisten aller Epochen beschäftigt. Für mich liegt der Reiz dieses Saisonmottos darin, dass es keine einfachen Antworten gibt. Musik kann Paradiese entwerfen, sie hinterfragen oder auch zerstören. Auch darin liegt ihre Kraft.

Mit Carl Orffs Carmina Burana und Ottorino Respighis Pini di Roma zur Saisoneröffnung ebenso wie mit Strauss‘ Alpensinfonie, Mahlers Neunter oder auch Bruckners grandioser Siebter Sinfonie möchte ich gemeinsam mit der Dresdner Philharmonie unser Publikum zur Auseinandersetzung mit Utopie, Freiheit und Verlust einladen. Auch Beethovens Klavierkonzerte und die Aufführung der Sechsten Sinfonie von Sir James MacMillan zum zehnjährigen Jubiläum des Konzertsaales verstehe ich als Einladung in musikalische Räume, die wir immer wieder neu oder überhaupt erstmals erkunden werden. Die Verbindung von Bekanntem und Neuem, von emotionaler Unmittelbarkeit und geistiger Tiefe ist mit dabei sehr wichtig. Gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern der Dresdner Philharmonie und unserem Publikum möchte ich Räume öffnen, in denen Musik nicht nur erklingt, sondern etwas auslöst – Momente, die man vielleicht als paradiesisch bezeichnen kann.“

Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur, Wissenschaft, Tourismus der Landeshaupt-stadt Dresden:

„Die Saison 2026/2027 feiert eine Dekade wiedereröffneter Kulturpalast mit einem wunderbaren Konzertsaal und Chefdirigent Sir Donald Runnicles. Der neue Kulturpalast ist ein Erfolgsmodell, weil die Dresdner Philharmonie Orchestermusik in Exzellenz wie Vielfalt und mit herausragenden Künstlerinnen und Künstlern erlebbar werden lässt. Der Anspruch, als Orchester der Landeshauptstadt Dresden mit internationaler Strahlkraft Begeisterung für klassische Musik zu vermitteln, erfüllt sich erneut in der nächsten Saison. Den Philharmonischen Chören gratuliere ich zu 60 Jahren vielfältiger Chormusik.“

Erste Gastdirigentin: Tabita Berglund

Tabita Berglund kehrt auch in der Saison 2026/27 mehrfach ans Pult der Dresdner Philharmonie zurück. In ihren Programmen mit Werken von Schubert, Beethoven, Kurtág, Nielsen, Mozart, Irgens-Jensen, Strauss und Wagner verbindet sie klassisches Repertoire mit modernen Werken und Musik aus ihrer skandinavischen Heimat. Zugleich ist es ihr ein zentrales Anliegen, Nähe zwischen Orchester, Dirigentin und Publikum zu schaffen. Mit dem neuen Probenformat „Mittendrin“ öffnet sie dem Publikum den Blick in den musikalischen Arbeitsprozess und macht den ‚Maschinenraum Orchester‘ unmittelbar erfahrbar.

Artist in Residence: Kirill Gerstein

Im Beethoven-Jahr 2027 steht Kirill Gerstein im Mittelpunkt zahlreicher Projekte. Bereits zu Saisonbeginn setzt er mit dem Jazzklavier-Star Brad Mehldau ein starkes künstlerisches Zeichen in einem gemeinsamen Rezital. Im Januar und Februar 2027 interpretiert er sämtliche Klavierkonzerte Beethovens, teils als Solist, teils in leitender Funktion vom Klavier aus. Das Fünfte Konzert, interpretiert unter der Leitung von Sir Donald Runnicles, kombiniert er mit dem Klavierkonzert von Thomas Adès, das eigens für ihn komponiert wurde. Den Abschluss seiner Residenz bildet Beethovens selten gespielte Fantasie für Klavier, Soli, Chor und Orchester, ergänzt durch … quasi una fantasia … von György Kurtág, der 2026 seinen 100. Geburtstag feiert.

Composer in Residence: Sir James MacMillan

Schotte mit Leib und Seele und einer der international erfolgreichsten Komponisten der Gegenwart: Sir James MacMillan ist auch in der Saison 2026/27 Composer in Residence der Dresdner Philharmonie. Im Zentrum seiner Residenz steht die Deutsche Erstaufführung der Sechsten Sinfonie, die im Festkonzert zum zehnjährigen Jubiläum des neuen Konzertsaals im Kulturpalast erklingt. Das Werk ist ein gemeinsamer Kompositionsauftrag mit The Hallé Manchester und wird von Chefdirigent Sir Donald Runnicles dirigiert. Zudem ist mit „Veni, Veni, Emmanuel“ eines der bekanntesten Werke MacMillans zu erleben. Das hochvirtuose Konzert für Schlagzeug und Orchester bezieht sich auf einen französischen Adventschoral aus dem 15. Jahrhundert. Dieses Programm führt die Dresdner Philharmonie im Anschluss an die Dresdner Konzerte auf Gastspielreise nach Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover und Düsseldorf. Auch kammermusikalisch ist Sir James MacMillan präsent: In einem Kammerkonzert im Januar 2027 erklingt sein Streichquartett Nr. 1 mit Musiker:innen der Dresdner Philharmonie.

Palastorganistin: Iveta Apkalna

Ob im sakralen Raum oder im Konzertsaal, Iveta Apkalna versteht den Orgelklang als unmittelbare Ansprache an das Publikum. Weil ihr das mit der Konzertsaalorgel im Kulturpalast in besonderer Weise gelingt, ist die lettische Organistin in der Saison 2026/27 bereits zum zweiten Mal Palastorganistin der Dresdner Philharmonie.

Während ihrer Residenz ist Iveta Apkalna in mehreren Konzerten zu erleben. Zu den Höhepunkten zählt das Orgelkonzert zum Jahreswechsel, das seit vielen Jahren einen festen Platz im Programm der Dresdner Philharmonie hat. Darüber hinaus präsentiert sie die Deutsche Erstaufführung des Konzerts für Orgel und Orchester von Sebastian Fagerlund, eines für sie geschriebenen Werkes, das sie zuvor in Helsinki zur Uraufführung bringt. Und sie ist in Leoš Janáèeks „Glagolitischer Messe“ zu hören, in der die Orgel eine zentrale Rolle spielt.

Gastdirigenten und -solisten

Ans Pult der Dresdner Philharmonie kehren in der Saison 2026/27 zahlreiche international renommierte Dirigent:innen zurück, darunter Dima Slobodeniouk, Vasily Petrenko, Michael Sanderling, Ádám Fischer, Cristian Mãcelaru, Stéphane Denève, und Dalia Stasevska. Darüber hinaus begrüßt das Orchester weitere profilierte Künstler:innen wie Aziz Shokhakimov, Kerem Hasan, Gergely Madaras, Ken David Masur, Miguel Sepúlveda (Runnicles Fellow) und Aurel Dawidiuk. Ihr Debüt geben David Robertson, Marin Alsop, Fabien Gabel, Adam Hickox, Nicholas Carter und Bar Avni.

Zu den herausragenden Solisten der Saison zählen Kirill Gerstein als Artist in Residence sowie u. a. Lisa Batiashvili, Patricia Kopatchinskaja, Christian Tetzlaff, Julia Fischer, Vadim Gluzman, Guido Sant’Anna (Violine), Diyang Mei und Antoine Tamestit (Viola), Jean-Guihen Queyras, Kian Soltani (Violoncello), Emanuel Ax, Katia und Marielle Labèque, Fazýl Say, Daniil Trifonov, Anna Vinnitskaya, Brad Mehldau, Rudolf Buchbinder, Hayato Sumino (Klavier), Alexej Gerassimez (Schlagzeug), Pablo Sainz Villegas (Gitarre) und Ksenija Sidorova (Akkordeon). Auch Sänger der Spitzenklasse prägen das Programm, darunter Thomas Hampson, Christian Gerhaher und Julia Kleiter.

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