Großer Kunstpreis Berlin 2026 geht an Meredith Monk
Preisverleihung am 18. März 2026 in der Akademie der Künste Berlin, Pariser Platz
Dem Turnus der sechs Sektionen der Akademie der Künste folgend wird der mit 15.000 Euro dotierte Große Kunstpreis Berlin in diesem Jahr in der Sparte Musik verliehen und geht an die bedeutende US-amerikanische Komponistin und Sängerin Meredith Monk (geb. 1942 in New York). Der Preis wird am Mittwoch, den 18. März 2026 in der Akademie der Künste, Pariser Platz, verliehen. Die Jury bildeten die Komponistinnen Carola Bauckholt und Iris ter Schiphorst, das Direktorium der Sektion Musik der Akademie der Künste, sowie Christine Fischer, Intendantin der Stuttgarter Institution Musik der Jahrhunderte.
Einzigartiges Lebenswerk
Mit dem Preis an Meredith Monk wird ein einzigartiges und einflussreiches 60-jähriges Lebenswerk gewürdigt, das sich durch eine besondere Durchdringung verschiedener Disziplinen und Wahrnehmungsformen und eine humorvolle große Gestaltungskraft auszeichnet. Als Komponistin, Vokalkünstlerin, Regisseurin und Choreografin von Weltruhm hat Meredith Monk neue Opern, Musiktheater, Filme und Installationen geschaffen, die ihr Zentrum in einem interdisziplinären Performanceansatz haben. Mit diesem Ansatz hat sie schon sehr früh neue Perspektiven für Komposition und Notation eröffnet, die Generationen prägten. Bahnbrechend war bereits ihr Werk Quarry: an opera in three movements (1976). Zahlreiche große Produktionen, die Gründung von Ensembles und Vermittlungsarbeit folgten. Zuletzt hat sie 2023 Indra’s Net geschaffen, den dritten Teil einer Trilogie, in der sie sich mit unserer Beziehung zur Natur auseinandersetzt, der auf die hochgelobten Teile On Behalf of Nature (2013) und Cellular Songs (2018) folgt.
Verleihung von sechs weiteren Kunstpreisen
Neben dem Großen Kunstpreis Berlin werden am 18. März die sechs Kunstpreise Berlin in den künstlerischen Sektionen verliehen. Sie gehen an die in der Ukraine geborene Künstlerin Daria Chernyshova (Bildende Kunst), die palästinensischen Architekten Elias und Yousef Anastas aus Bethlehem und Paris (Baukunst), die schwedische Sängerin (Sopran), Komponistin und Vokalistin Sofia Jernberg (Musik), die deutsche Schriftstellerin Jayne-Ann Igel (Literatur), den österreichischen Künstler Matthias Jakisic (Darstellende Kunst) und an das unabhängige Filmkunstkino FSK Kino Berlin (Film- und Medienkunst). Die Preise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert.
Traditionsreicher Preis
Der Kunstpreis Berlin – Jubiläumsstiftung 1848/1948 wurde 1948 in Erinnerung an die März-Revolution von 1848 vom Berliner Senat gestiftet. Seit 1971 wird er von der Akademie der Künste im Auftrag des Landes verliehen. Die Auszeichnung von Künstlern soll die besondere Bedeutung der Künste für eine freiheitliche Gesellschaft hervorheben. Mit dem Großen Kunstpreis ausgezeichnet wurden in den letzten Jahren Gilles Clément (2025), Simone Fattal (2024) und Joachim Trier (2023).
