Messiaen-Tage 2026: Quatuor pour la fin du Temps
Konzert am Jahrestag der UA des Quartetts von Olivier Messiaen
Am 15. Januar 2026 erfüllte Olivier Messiaens Quartett auf das Ende der Zeit das Kulturforum Görlitzer Synagoge mit seiner einzigartigen Klangsprache. Das 1941 im Kriegsgefangenenlager Stalag VIII A entstandene Werk verbindet rhythmische Brüche, spirituelle Intensität und poetische Klangbilder zu einer Reflexion über Freiheit, Hoffnung und menschliche Widerstandskraft – und bleibt auch heute ein Sinnbild für Mitgefühl und Verantwortung.
„Das Konzert ist für uns stets eine besondere Erfahrung“, erklärt Klaudyna Michalska-Tomyślak, Leiterin der Messiaen-Tage. „In diesem Jahr erklang das Quartett wie gewohnt am Tag seiner Uraufführung, jedoch nicht am ursprünglichen Aufführungsort. Das Europäische Zentrum Erinnerung, Bildung, Kultur wird derzeit renoviert. Dennoch konnte das Werk in der Synagoge seine musikalische Tiefe und den historischen Zusammenhang eindrucksvoll vermitteln.“
Emotionale und existenzielle Kraft der Musik
Das internationale Ensemble Baltic Neopolis Virtuosi interpretierte das Quartett mit höchster Präzision und Sensibilität, wodurch die emotionale und existenzielle Kraft der Musik unmittelbar erfahrbar wurde. Vor der Aufführung führte Alexandra Grochowski, Geschäftsleiterin des Meetingpoint Memory Messiaen e.V., die Besucher über das Außengelände des Stalag VIII A und vermittelte Einblicke in die Lebensgeschichten der Kriegsgefangenen sowie die Entstehung des Werkes.
Fortsetzung im Mai 2026:
Die Messiaen-Tage werden vom 1. bis 3. Mai 2026 mit einem facettenreichen Programm fortgesetzt. Ziel ist es, das künstlerische Erbe Messiaens lebendig zu vermitteln, die Geschichte des Stalag VIII A aufzuarbeiten und die grenzüberschreitende kulturelle Verständigung zwischen Deutschland und Polen nachhaltig zu stärken.
www.messiaen-tage.eu
www.tickettune.com/mmm
