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Meldung vom 03.01.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Berliner Festspiele: Trauer um Ulrich Eckhardt

Der langjährige Intendant der Berliner Festspiele am 30.12.2025 gestorben

In der Nacht zum 30. Dezember 2025 ist Ulrich Eckhardt, langjähriger Intendant der Berliner Festspiele (1973 – 2000) nach kurzer Krankheit im Alter von 91 Jahren verstorben. Ulrich Eckhardt (geboren am 28. Mai 1934, Rheine/Westfalen) war ein herausragender Kulturmanager, Musiker, Jurist und über Jahrzehnte hinweg prägende Persönlichkeit der internationalen und Berliner Kulturszene. Sein außergewöhnliches Engagement war untrennbar mit der Geschichte der Festspiele und der Stadt Berlin verbunden.

Vielfältige Interessen und Begabungen

Nach einem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Freiburg und Münster, einer künstlerischen Ausbildung in Klavier und Dirigieren, Tätigkeiten als Korrepetitor und Kapellmeister am Stadttheater Münster sowie als Kulturreferent der Stadt Bonn, übernahm Eckhardt 1973 die Intendanz der Berliner Festspiele GmbH, die er bis Ende 2000 mit visionärer Kraft leitete. In diesen fast 28 Jahren öffnete er die Institution auch für alle Sparten der darstellenden und bildenden Kunst und prägte damit nachhaltig das Profil Berlins als internationale Kulturmetropole.

Visionärer Kulturmanager

Unter seiner Intendanz entwickelten sich zentrale Festivalformate wie die Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale), die Berliner Festwochen, das Theatertreffen, das Jazzfest Berlin, die Musik-Biennale sowie die Gesprächsreihe Berliner Lektionen im Renaissance-Theater. Seine Programme verstanden sich stets als Schnittstellen zwischen politischer Zeitdiagnose, künstlerischer Innovation und internationalem Dialog.

Höhepunkte unter seiner Leitung waren etwa die thematischen Festwochen mit Kulturhistorischen Ausstellungen wie Preußen – Versuch einer Bilanz im Martin Gropius Bau, die Koordination der Festlichkeiten in der Stadt mit großformatigen Festspielbeiträgen zur 750-Jahr-Feier Berlins 1987 und die Verantwortung für zahlreiche künstlerische Schwerpunkte zur Wiedervereinigung, zum 50. Jahrestag des Kriegsendes oder zur Jahrtausendwende.

Offen für Künstler aus Ost und West

Eckhardt war bekannt für seine weltoffene Programmierung und sein unermüdliches Engagement, Ost- und Westkünstlern im geteilten und wiedervereinigten Berlin ein Forum zu bieten. In seiner Zeit als Intendant wurde die Rolle der Festspiele als Ort des Austauschs und der künstlerischen Begegnung immer wieder neu definiert – als ein Ort, der über Grenzen hinweg Denken, Diskurs und Dialog ermöglicht.

Nach Beendigung seiner Zeit als Intendant war Ulrich Eckhardt als konzertierender Musiker zu erleben, u.a. als Organist in der Jesus-Christus- und St.-Annen-Kirche in Berlin-Dahlem. Außerdem eröffnete und leitete er die Galerie/Edition Abakus Jo Eckhardt (2008 – 2016).

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