Chaya Czernowins "Infinite Now" am Nationaltheater Mannheim
Chaya Czernowins Uraufführungswerk Infinite Now, das in Kooperation mit dem Kunsthuis Opera Vlaanderen im April in Gent unter großer internationaler Beachtung erstmals zu erleben war, feiert am Freitag, 26. Mai seine Mannheim-Premiere am Nationaltheater. Während Luk Perceval, der Regisseur dieser Bühnenarbeit, bereits mit seinem erfolgreichen Schauspiel Front Erich Maria Remarques Jahrhundertwerk Im Westen nichts Neues mit der Rolle Belgiens im Ersten Weltkrieg überschrieben hatte, verschmolz die israelische Komponistin Czernowin dieses Schauspiel weiter mit der surrealen Kurzgeschichte Homecoming der gefeierten chinesischen Autorin Xue Can. Sie kontrastierte dabei die gewaltsame Geschichte europäischer Männer mit der einer jungen Frau, die Zuflucht am Ende der Welt findet.
Unter der musikalischen Leitung von Titus Engel entsteht hier mit sechs Sängerinnen sowie sechs Schauspielerinnen und Schauspielern eine zeitgenössische Oper um die Zentrifugalkräfte der modernen Welt, lässt Stimmen aus dem Ersten Weltkrieg hörbar werden – und entwickelt dabei ungeheure surreale, horrorfilmartige Sogkraft.
Ein deutschsprachiges Libretto für die vielsprachige Aufführung liegt bei den Vorstellungen aus. Weitere Aufführungen finden am 28. und 31. Mai sowie am 7. und 18. Juni statt. 30 Minuten vor Beginn einer jeden Vorstellung wird eine Kurzeinführung, teilweise zusammen mit der Komponistin, angeboten.
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