Die Komödie Pygmalion von George Bernard Shaw, die 1913 am Wiener Burgtheater ihre Uraufführung erlebte, ist in unseren Tagen vor allem in ihrer Musical-Adaption My fair Lady auf den Bühnen präsent. Wenig bekannt ist, dass sie auch als Operettenstoff verarbeitet wurde. Nachdem Franz Lehár das Buch abgelehnt hatte, ging der Auftrag an Leo Fall, der allerdings mit der sehr freien Bearbeitung der Vorlage unter dem Titel Die Straßensängerin (UA Berlin 1921) nicht viel Glück hatte. Der vorliegende Mitschnitt einer Aufführung der Musikalischen Komödie Leipzig füllt auf jeden Fall eine diskographische Lücke.
Mirjam Neururer (Sonja - Sopran)
Nora Lentner (Mabel Brown - Sopran)
Shin Taniguchi (Brown, Mabels Vater - Bariton)
Joshua Whitener (Georges - Tenor)
Andreas Rainer (Roland Simpel, Georges' Sekretär - Tenor)
Michael Raschle (Allemal, Sonjas Pflegevater - Bariton)
Ivo Kovrigar (47, Allemals Kamerad - Bariton)
Radoslaw Rydlewski (Ein Gast, Tanzmeister - Tenor)
Chor der Musikalischen Komödie Leipzig
Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig
Tobias Engeli (Leitung)
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
37. Musikfest Bremen vom 15. August bis 04. September 2026
Stars und herausragende Talente mit Meisterwerken und musikalischen Raritäten
Rund um den Bremer Marktplatz findet der Eröffnungsabend des Musikfests Bremen statt. Foto: Nikolai Wolff
Exquisite Konzerterlebnisse verspricht das 37. Musikfest Bremen, das vom 15. August bis zum 4. September mit über 45 Veranstaltungen in Bremen, Bremerhaven und an ausgewählten Spielstätten im Nordwesten. Renommierte Stars und herausragende Talente bieten mit Leidenschaft und Finesse neue Perspektiven auf populäre Meisterwerke ebenso wie auf musikalische Raritäten. Bereits zum 25. Mal startet das Festival mit dem Eröffnungsabend „Eine große Nachtmusik“, der als musikalisch-visuelles Gesamtkunstwerk rund um den Marktplatz für die passende Einstimmung sorgt. [20.04.2026]
Europakonzert der Berliner Philharmoniker in Eisenstadt
Konzert mit Gautier Capuçon am 1. Mai auf Schloss Esterházy
Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker, Foto: Stephan Rabold
Seit 1991 feiern die Berliner Philharmoniker am 1. Mai ihren Geburtstag sowie den Geist des wiedervereinten Europas mit dem Europakonzert an einem kulturgeschichtlich bedeutsamen Ort. 2026 begehen sie das 35‑jährige Jubiläum dieses besonderen Formats, das sich zu einem sichtbaren kulturellen Zeichen europäischer Gemeinschaft entwickelt hat. Die Berliner Philharmoniker verstehen sich dabei als musikalische Botschafter für ein friedliches Miteinander in Europa. [20.04.2026]
Arne Jesper Zeller ist „SWR Kultur New Talent 2026“
Dreijährige Förderung für den Cellisten aus Rheinland-Pfalz
Arne Jesper Zeller, Foto: SWR / Marco Borggreve
Der Cellist Arne Zeller wird ab April 2026 drei Jahre lang als „SWR Kultur New Talent“ mit Konzertengagements, Studioproduktionen und Medienpräsenz gefördert. Das entschied eine Jury aus Redakteuren von SWR Kultur. Arne Zeller wurde 2006 in Trier geboren und begann bereits im Alter von sechs Jahren, Cello zu spielen. Die Auszeichnung als „SWR Kultur New Talent“ fördert seit 2013 Musiker wie den Cellisten Lionel Martin, den Trompeter Simon Höfele, das vision string quartet oder den Pianisten Robert Neumann. [20.04.2026]
musica viva des BR: Konzert mit Werken von Furrer, Streich und Poppe (UA)
Deutsche Erstaufführung von Beat Furrers Klavierkonzert Nr. 2 mit Francesco Piemontesi
Enno Poppe, Foto: Rui Camilo
Die Deutsche Erstaufführung von Beat Furrers Klavierkonzert Nr. 2, geschrieben für Francesco Piemontesi, eröffnet das musica viva-Konzert am Freitag, 24. April, im Münchner Herkulessaal. Auf dem Programm stehen außerdem Lisa StreichsMeduse für Trompete und Orchester sowie die Uraufführung von What I Feel für Sopran, Alt und Orchester von Enno Poppe, der gleichzeitig sein Debüt am Pult des Symphonieorchesters des BR gibt. [20.04.2026]
Auch das Jahr 2025 hat wieder zahlreiche empfehlenswerte Einspielungen hervorgebracht. Alle "CDs der Woche" und alle "Klassik Heute-Empfehlungen" finden Sie aufgelistet unter dem Menüpunkt "Medien -> Empfehlungen". Außerdem haben wir wieder eine Best of-Liste mit 30 Einspielungen des Jahres 2024 zusammengestellt, die unsere Rezensenten persönlich ganz besonders beeindruckt haben - besser geht's nicht!
Esquisses
Leonard Schultsz Horn • Jan Schultsz Piano
Ars Produktion 1 CD ARS 38 694
Mit „Esquisses“ präsentiert sich der 2007 geborene Hornist Leonard Schultsz als außergewöhnliches Talent der Schweizer Musikszene. Sein Debütalbum zeigt eine bemerkenswerte stilistische Bandbreite und verbindet Musik aus Romantik, Moderne und Gegenwart. Das klare künstlerische Konzept dreht sich um die Idee der musikalischen Skizze und weist über bloße Virtuosität weit hinaus.
Am 20. April 2001 ist der Dirigent Giuseppe Sinopoli unerwartet im Alter von nur 54 Jahren verstorben. Geboren am 2. November 1946 in Venedig, studierte er am Konservatorium seiner Heimatstadt Musik und Medizin an der Universität von Padua. Er besuchte die Sommerkurse für Neue Musik in Darmstadt und wurde Assistent von Franco Donatoni an der Accademia >Musicale Chigiana in Siena. 1983 folgte die Ernennung zum Chefdirigent des Philharmonia Orchestra London, 1985 debütierte er mit Puccinis Tosca an der New Yorker Met und mit Tannhäuser bei den Bayreuther Festspielen. Ab 1990 war er Chefdirigent an der Deutschen Oper Berlin und wurde 1992 in gleicher Position an die Semperoper berufen. Am 2. November 2001 erlitt der Dirigent am Pult der Deutschen Oper Berlin während einer Aufführung von Verdis Aida einen Herzinfarkt und konnte trotz sofortiger notärztlicher Versorgung und Einlieferung in das Herzzentrum Berlin nicht gerettet werden. Er starb in Alter von 54 Jahren.