Wo gibt es noch ursprüngliche spirituelle Rituale und Kulte, Mythen und Musik zu jenem Zeitraum, der später vom christlichen Osterfest eingenommen wurde? Es gibt sie im äußersten Norden Skandinaviens, weit im Osten, in Kasachstan, wo Europa und Asien in der weiten Steppe ineinanderlaufen und tief im Süden, wo Sizilien schon spürbar Nähe zu Afrika hat und ganz im Westen, wo Irland auf das weite Meer trifft. Dort macht sich das diesjährige Psalm-Festival Graz auf Spurensuche und trifft auf Sänger und Instrumentalisten, die ihre ursprüngliche Musik beim Festival aufführen und sie der westlichen Kunstmusik gegenüber stellen. Es entsteht ein reizvolles Kaleidoskop, in dem ein großer musikalischer Bogen über Jahrhundete und Kontinente hinweg entsteht.