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CD-Besprechung

Noriko Ogawa plays

Erik Satie Vol. 2

Noriko Ogawa plays

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 04.10.17

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BIS 2225

1 CD/SACD stereo/surround • 75min • 2015

Die japanische Pianistin Noriko Ogawa setzt ihre Satie-Serie fort und bewegt sich in ihrer klanglich-modulatorischen Einstellung weiterhin auf der gestalterischen Ebene der ersten Folge (BIS-2215). Die meisten der (halbwegs) lustigen, provokanten, aber auch technisch wie von der melodisch-rhythmischen Invention her simplen Satie-Miniaturen (und Satz-Folgen) stellen an einen professionellen Musiker keine großen Ansprüche. In erster Linie geht es wohl um die plastische Darstellung speziell ästhetischer Konfrontationen vor dem Hintergrund der spannenden musiksoziologischen Situation im Frankreich rund um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Insofern halte ich es für gefährlich, eine Menge dieser Stücke aneinanderzureihen. Der Herausgeber mag freilich einwenden, dass es jedem Hörer freigestellt bleibt, das eine oder andere auszuwählen, um auf dieser Weise ein individuelles Programm zusammenzustellen.

Im Konzertsaal sind die Klavierstücke Saties kaum vertreten, allenfalls in den Zugabenabteilungen, wobei es auffällt, dass frankophile Interpreten mehrheitlich auf die populären Gymnopedies und die fast ebenso beliebten Gnossienes zurückgreifen – jene Stücke also, die dem Musikfreund regelmäßig im filmischen Bereich, in der Werbung und in mannigfaltigen Bearbeitungen präsentiert werden.

Noriko Ogawa spielt auf einem Erard aus dem Jahr 1890. Ein klanglich recht persönlich, im Verhältnis zu einem bestens betreuten Steinway leicht schimmelig „schmeckendes“ Instrument. Überzeugte Satie-Stilisten wie Aldo Ciccolini und Thibaudet haben sich für das „modernere“ Medium entschieden. Ogawas nüchterne, wenn nötig flinke, nur selten von Sentiment getragene Darstellungen entsprechen jener klaren, notorischen Anschlagskultur, die an jene Pianisten erinnern, die sich etwa mit Béla Bartóks Für Kinder ohne jede Lust an Zauber und indirekter Beleuchtung auf die zyklische Reise begeben.

Vergleichseinspielungen: Thibaudet (Decca 473620-2); Ciccolini EMI LP 2 2702971 PM 375 EMI LP 2 2702981 PM 375; EMI LP 2 2702991 PM 375; EMI LP 2 2703001 PM 375; EMI LP 2 2703011 PM 375; Ciccolini (EMI 50999 685824 2 5 CD 22-25); de Leeuw (Telefunken LP 6.42224 AW)

Peter Cossé † [04.10.2017]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 E. Satie Prélude de la porte héroïque du ciel 00:03:25
2 Sports et divertissements 00:13:32
23 Trois Sarabandes 00:14:48
26 Préludes Flasques (Pour un chien) 00:04:05
30 Véritables préludes flasques (Pour un chien) 00:02:34
33 Sonneries de la Rose+Croix 00:13:24
36 Menus propos enfantines 00:02:54
39 Enfantillages pittoresques 00:03:29
42 Les fils des étoiles (Préludes) 00:11:19
45 Peccadilles importunes 00:02:20
48 Trois nouvelles enfantines 00:01:54

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Noriko Ogawa Klavier
 
2225;7318599922256

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