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CD-Besprechung

Georg Philipp Telemann

Violin concertos Vol. 5

cpo 777 550-2

1 CD • 58min • 2010

15.01.2013

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9
Klangqualität:
Klangqualität: 9
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Die Wiederbelebung der Violinkonzerte von Georg Philipp Telemann ist ein lohnendes Unterfangen, für das dem Label cpo einmal mehr Anerkennung gebührt. Telemann war ein Meister, der sein Handwerk perfekt beherrschte, dazu ein origineller, einfallsreicher Kopf, der sich abseits aller Routine bewegte und jederzeit für eine Überraschung gut war. Stilistisch angesiedelt zwischen Barock und Frühklassik, zwischen galantem Stil und Empfindsamkeit, besticht seine Musik durch ihren gefälligen Tonfall, ohne dabei oberflächlich zu wirken.

Während es sich bei den Konzerten der vorangegangenen Folge eigentlich um Orchestersuiten mit obligater Violine handelte, sind die sieben Konzerte der fünften Folge (darunter eines für zwei und eines für vier Violinen, Streicher und Continuo), die etwa aus den Jahren 1708 bis 1716 datieren, alle viersätzig nach dem Schema langsam-schnell-langsam-schnell angelegt. Innerhalb dieser Satzfolge wartet Telemann mit den unterschiedlichsten Gestaltungsprinzipien und größter Ausdrucks-Vielfalt auf. Das Spektrum reicht von monodischen Kantilenen bis zu Sätzen mit kontrapunktischer Faktur, vom grüblerischen fis-Moll-Adagio (zur Zeit Telemanns eine höchst gewagte, ungewöhnliche Tonart) bis zum virtuos-ausgelassenen G-Dur-Allegro.

Die Solovioline hat die Möglichkeit, durch gefühlvoll-gesangliches Spiel ebenso wie durch Doppelgriffe, Geläufigkeit und brillantes Passagenwerk zu glänzen. Die aus Australien stammende Barock-Geigerin Elizabeth Wallfisch tut dies in gewohnt souveräner Manier. Sie wird in dieser Folge begleitet von der von ihr gegründeten Wallfisch Band, einem Streicher-Ensemble aus Professoren und ausgewählten Studenten der Barockmusik-Klassen aus ganz Europa, das seiner Chefin behende folgt, lebendig artikuliert und vor allem die Tutti-Abschnitte der schnellen Sätze ausgesprochen virtuos gestaltet. Den spröden Klang und einen gewissen Mangel an Kantabilität in den langsamen Sätzen muss man bei historisierenden Ensembles heute wohl in Kauf nehmen. Die Transparenz des Spiels und die Klangqualität der Aufnahme sind ausgezeichnet.

Sixtus König † [15.01.2013]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Georg Philipp Telemann
1Concerto G-Dur TWV 51:G5 für Violine, Streicher und B.c. 00:07:19
5Concerto B-Dur TWV 51:B2 für Violine, Streicher und B.c. 00:07:11
9Concerto F-Dur TWV 51:F3 für Violine, Streicher und B.c. 00:07:53
13Concerto A-Dur TWV 51:A3 für Violine, Streicher und B.c. 00:09:48
17Concerto fis-Moll TWV 51:fis1 für Violine, Streicher und B.c. 00:08:56
21Concerto e-Moll TWV 52:e4 für 2 Violinen, Streicher und B.c. 00:09:17
25Concerto A-Dur TWV 54:A1 für 4 Violinen, Streicher und B.c. 00:07:45

Interpreten der Einspielung

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