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CD-Besprechung

Ch.-M. Widor

cpo 1 CD/SACD stereo/surround 777 678-2

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 17.09.12

Klassik Heute
Empfehlung

cpo 777 678-2

1 CD/SACD stereo/surround • 73min • 2008, 2010

Wirklich populär ist die französische Orgelromantik nie geworden; ihre harmonisch und farblich schillernden Werke, besonders etwa von Widor, Vierne, Guilmant oder weniger bekannten Meistern wie Lefébure-Wély oder Boëllmann bleiben an die hochgezüchteten sinfonischen Instrumente gebunden, für die der Name des Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll exemplarisch steht. Dieser Umstand sowie die teilweise immensen spielerischen Schwierigkeiten halten die Werke von einer wirklich weiten Verbreitung ab; allenfalls der Orgelsinfonie von Camille Saint-Saëns kann man bisweilen im Konzert begegnen. Die vorliegende gemeinschaftliche Initiative der Raritätenfirma cpo und des Bayerischen Rundfunks stellt nun ein vergleichbares Werk vor, das sich auf Saint-Saëns bezieht und ebenfalls Beachtung verdient hätte: Charles-Marie Widors dritte Sinfonie op. 69 für Orgel und Orchester. Die Aufnahme des jungen und bereits hochrenommierten Organisten Christian Schmitt ist Teil einer derzeit laufenden Gesamtschau auf Widors sinfonisches Orgelwerk – mit und ohne Orchester.

Widors drite Sinfonie bezieht sich in vielen Punkten auf Saint-Saëns Vorbildwerk, etwa in der sich erst allmählich aus verstreuten Orchesterregistern entwickelnden Einleitung oder im Andante, das den Typus der von sanften Orgelakkorden begleiteten Streichermelodie wieder aufnimmt. Unter Stefan Solyoms straffer Leitung erscheinen die hervorragend disponierten Bamberger Symphoniker transparent und präzise, gerade etwa im knackigen und doch klangschönen Blech. Die Orgel freilich hat in diesem Stück weniger zu tun, sie ist eher ein lyrischer Gegenpol als ein aktiver Agent des sinfonischen Geschehens. Das ist in der siebten. Sinfonie für Orgel solo a-Moll op. 42/3, die das Orchesterwerk übrigens um eine knappe Viertelstunde übertrifft, anders; hier erscheint Christian Schmitt an der Cavaillé-Coll-Orgel von Rouen als der quasi-sinfonische Weltenbauer, den Widor im Sinn hatte: Er schichtet Quader (Einleitung und Finale), erzielt innerhalb des in phantastischer Weite aufgenommen Kirchenraum frappierende Fernwirkungen (Choral) oder läßt einen geradezu immateriellen Klangwind durch die traurige Melodie des „Allegro ma non troppos“ wehen.

Dr. Michael B. Weiß [17.09.2012]

Bechsteinkonzert

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 Ch.-M. Widor Sinfonie Nr. 3 op. 69 für Orgel und Orchester 00:29:44
3 Sinfonie Nr. 7 a-Moll op. 42 Nr. 3 für Orgel solo 00:43:16

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Christian Schmitt Orgel
Bamberger Symphoniker - Bayerische Staatsphilharmonie Orchester
Stefan Solyom Dirigent
 
777 678-2;0761203767823

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