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CD-Besprechung

Ch.-M. Widor

cpo 1 SACD 777 443-2

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 17.12.09

cpo 777 443-2

1 SACD • 59min • 2008

Generationen von Orgelbauern haben sich gerade seit der Romantik dem Ziel verschrieben, sinfonisch angelegte Instrumente zu bauen, den Facettenreichtum und die dynamischen Möglichkeiten eines Orchesters auf die Orgel zu übertragen. Dies noch um den charmanten Zusatz erweitert, dass man auf einer Orgel eben nur einen Spieler braucht, die Kombinationsmöglichkeiten aber so unbegrenzt zu sein scheinen wie der Einfallsreichtum des jeweiligen Interpreten bzw. der Genialität des Tonsetzers.

Vielleicht ist gerade in diesem ähnlichen Ansatz von sinfonischer Orgel und Orchester einer der Gründe zu sehen, warum es vergleichsweise wenig Repertoire für die Kombination dieser beiden Klangkörper gibt. Die entsprechenden Solokonzerte, die es zu halbwegs beständigem Gebrauch im Konzertbetrieb oder in der Kirchenkonzertszene geschafft haben, sind an zwei Händen abzuzählen (Händel, Rheinberger, Poulenc, Bossi, Guilmant).

Um so verdienstvoller ist die nun vorgelegte Einspielung bei cpo, welche uns zwei Pretiosen des französischen Großmeisters Charles-Marie Widor vorstellt und deutlich macht, dass sich die beiden Klangkörper in ihrem jeweiligen Nachahmerwettstreit nicht nur nichts wegnehmen, sondern sich hervorragend ergänzen können.

Mit den für diese Einspielung gewonnenen Interpreten ist dem Label auch ein Glücksgriff gelungen – Christian Schmitt und Stefan Solyom sind ein tolles Team, das sich gegenseitig beflügelt, aber auch dem jeweils anderen das Feld überlassen kann, ohne gleich in künstlerische Potenzstörungen zu versinken. Und dann noch das Orchester (Bamberger Symphoniker) – glänzend aufgelegt, warmer, weicher und runder Sound, tolle Bläser (vor allem im Holz).

Bitte mehr davon und dazu noch auf einer so hervorragenden Saalorgel wie es das Instrument der Orgelbaufirma Jann aus den Jahren 1992/93 ist. Zu wünschen wäre diesen Stücken, dass sie auch den Einzug in Widors bevorzugten Aufführungsrahmen finden könnten, in die Kirchen nämlich. Dies gilt besonders für das zweite Werk, die Sinfonia Sacra op. 81, welche sich gerade der deutschen Kirchenmusiktradition verpflichtet weiß.

Aufmachung, Booklet mit ausführlicher Begleitinformation (auch endlich einmal zur Orgel und ihrem Klangkonzept, gewohnt kenntnisreich vom Kustos der Orgel, Prof. Edgar Krapp zu Papier gebracht), runden diese sehr schöne Einspielung ab! Glückwunsch!

Frank Höndgen [17.12.2009]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 Ch.-M. Widor Orgelsinfonie Nr. 6 g-Moll op. 42 00:23:51
4 Sinfonia Sacra op. 81 für Orgel und Orchester 00:28:53

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Christian Schmitt Orgel
Bamberger Symphoniker - Bayerische Staatsphilharmonie Orchester
Stefan Solyom Dirigent
 
777 443-2;0761203744329

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