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CD-Besprechung

Henry Purcell
Victorious Love

Henry Purcell<br />Victorious Love

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 30.01.08

Klassik Heute
Empfehlung

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BIS 1536

1 CD/SACD stereo/surround • 72min • 2006

Zu seinen Lebzeiten nur einer unter vielen, erlebte der früh verstorbene Henry Purcell (1659-1695) posthum eine Verklärung zum größten musikalischen Genius seines Jahrhunderts – eine Einschätzung, an der sich bis zum heutigen Tag, zumindest in seiner Heimat, nichts geändert hat. Die Programmgestalter und Interpreten des vorliegenden Recitals unternehmen den dankenswerten und lohnenden Versuch, ihn von der Patina der kanonisierten Größe zu befreien und ihn als den „Gebrauchsmusiker“ wiederzuentdecken, der er in erster Linie war. Die nach seinem Tod aus Verehrung, aber auch aus kommerziellen Gründen zusammengestellten Sammlungen Orpheus Britannicus (1698/1702) und Ayres fort the Theatre (1697) waren dabei die hauptsächliche Inspirationsquelle. Geistliche Lieder, weltliche Lieder und Lieder für das Theater stehen da in bunter Folge nebeneinander, und es ist einigermaßen sicher, dass die ursprünglichen Käufer und Interpreten dieser Musik, überwiegend gebildete Dilettanten, diese Gattungen recht unbedenklich vermischt haben, wie es auch auf der vorliegenden CD geschieht. Virtuose Stücke wechseln mit volksliedhaft-naiven ab, die Continuo-Begleitung variiert vom Einzelinstrument (Spinett oder Theorbe) bis zur Kammermusik-Formation. Die Musiker, durchweg Kenner barocker Musik und ihrer Aufführungspraxis, nehmen sich dabei die auch zu Purcells Zeit üblichen Freiheiten. So werden beispielsweise in einem Fall Violinen statt der vorgeschriebenen Blockflöten eingesetzt.

Die Wiedergabe läßt nicht den geringsten Wunsch offen. Carolyn Sampson, eine der herausragenden englischen Sängerinnen im lyrischen Fach, besitzt einen Sopran von seltener Reinheit und Klangqualität, ihre Musikalität und ihre Technik (auch was die Verzierungen angeht) ist über jedes Lob erhaben. Noch entscheidender aber ist, dass sie sowohl den Geist wie die Seele von Purcells Musik vermitteln kann. Ihr Gesang, von den herausragenden Instrumentalisten Laurence Cummings, Elizabeth Kenny und Anne-Marie Lasla phantasievoll und sensibel begleitet, stößt immer wieder kleine Fenster zum Paradies auf.

Ekkehard Pluta [30.01.2008]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 H. Purcell Sweeter than Roses Z 585 Nr. 1 (Bühnenmusik zu Pausanias, the Betrayer of his Country) 00:03:21
2 The fatal hour comes on apace Z 421 00:03:40
3 When first Amintas sued for a kiss Z 430 00:02:01
4 The Plaint Z 629 Nr. 40 00:07:23
5 They tell us that you mighty powers above Z 630 Nr. 19 00:03:18
6 Man is for the woman made Z 605 Nr. 3 00:01:24
7 From silent shades Z 370 00:04:31
8 Music for a while Z 583 Nr. 2 (Bühnenmusic - aus: Oedipus Z 583) 00:03:56
9 Now the night is chas'd away Z 629 Nr. 28 00:04:31
10 If Music Be The Food Of Love Z 379a 00:03:36
11 Thrice happy lovers Z 629 Nr. 39 (An Epithalamium) 00:02:56
12 The bashful Thames Z 333 Nr. 4 00:02:42
13 I Attempt from Love's Sickness to Fly in Vain Z 630 Nr. 17 00:01:39
14 Oh! Fair Cedaria Z 402 00:03:53
15 Fairest Isle (aus: King Arthur Z 628) 00:03:20
16 O solitude, my sweetest choice! Z 406 00:05:18
17 If love's a sweet passion Z 629 Nr. 17 00:03:20
18 The Blessed Virgin's Expostulation Z 196 00:07:14
19 Now, now that the sun hath veil'd his light Z 193 (An Evening Hymn on a Ground) 00:04:33

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Carolyn Sampson Sopran
Laurence Cummings Cembalo
Elizabeth Kenny Erzlaute
Anne-Marie Lasla Viola da gamba
 
1536;7318599915364

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