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CD-Besprechung

Baiba Skride

Shostakovich Janacek

Violin Concertos

Baiba Skride

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 7

Klangqualität:
Klangqualität: 7

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Besprechung: 20.02.06

Sony Classical 82876731462

1 CD • 52min • 2004

Geschmackvoll und sorgsam disponiert, aber keineswegs überwältigend präsentiert die Geigerin Baiba Skride hier in zwei solide produzierten Rundfunk-Live-Mitschnitten die Violinkonzerte von Schostakowitsch und Janácek. Zumindest in Sachen Schostakowitsch stehen ihr mit den Münchner Philharmonikern unter Mikko Franck interessante Partner zur Verfügung – auch wenn insbesondere das Scherzo und das Finale ausgesprochen recht oberflächlich musiziert werden. Das Bedrohliche, Janusköpfige dieses 1955 uraufgeführten Konzertes bleibt allerdings weitgehend auf der Strecke.

Ziemlich blutarm wirkt in dieser Aufnahme Janáceks schönes Violinkonzert, was insbesondere an der langweiligen Begleitung durch das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter dem trockenen Marek Janowski liegt. Dagegen kann Baiba Skride mit ihrem betörenden Geigenton und den warmen Kantilenen beim besten Willen wenig ausrichten. Booklet-Autor Guido Fischer irrt wohl, wenn er Janaceks Violinkonzert als Rekonstruktion der “tschechischen Musikforscher Milos Stedron und Leos Faltus anhand der Skizzen und der gerade in dem Opern-Vorspiel eingearbeiteten Teile” bezeichnet. Meines Wissens war das von Janacek selbst instrumentierte und Seite für Seite durchnumerierte Werk – anders als die von Stedron und Feltus nach Skizzen ausgearbeitete Sinfonie “Donau” – lediglich posthum auseinandergerissen worden; die Forscher entdeckten 1987 den fehlenden Teil in der Partitur zu Aus einem Totenhaus und fügten das Material nur wieder zusammen (ein ähnlicher Fall wie die d-moll-Sinfonie Zemlinskys, die nur dreisätzig gespielt wurde, bis Anthony Beaumont den verlorenen Teil des Finalsatzes wiederentdeckte und mit dem Rest vereinigte). Wer von diesem wundervollen, anrührenden Violinkonzert einen noch besseren Eindruck gewinnen möchte, sei auf die meines Erachtens immer noch Maßstäbe setzende Einspielung mit Ivan Zenaty und dem Staatsorchester Brünn unter Frantisek Jilek verwiesen (Supraphon CD 11 1522-2 0321).

Dr. Benjamin G. Cohrs [20.02.2006]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 D. Schostakowitsch Violinkonzert Nr. 1 a-Moll op. 77
2 L. Janáček Violinkonzert (Wanderung einer Seele)

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Baiba Skride Violine
Münchner Philharmoniker Orchester
Mikko Franck Dirigent
Rundfunk Sinfonieorchester Berlin Orchester
Marek Janowski Dirigent
 
82876731462;0828767314624

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