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CD-Besprechung

The Auryn Series Vol. IX

French String Quartets

Tacet 118

1 CD • 76min • 2002

06.05.2003

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität:
Klangqualität: 4
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Mit dieser Aufnahme erweitert das aus Deutschland stammende und 1981 gegründete Auryn Quartett sein Aufnahmerepertoire bei Tacet nun um drei der gewichtigsten Streichquartette aus französischer Hand. Das nicht zuletzt wegen seines klaren Spiels geschätzte Ensemble nähert sich den zwischen 1893 und 1924 entstandenen Werken mit viel Farbsinn (auch das einzige Thema im etwas kargen Kommentar von Wolfgang Wendel) und Sensibilität.

Das Quartett von Ravel, mit dem die CD eröffnet wird, präsentieren die Auryns nicht bloß als hochartifizielles Musikstück, sondern durch das sowohl hinsichtlich Tempo als auch Dynamik sehr kontrastreiche Spiel gewinnt die Musik einen narrativ dramatischen Charakter. Es wird eine Geschichte erzählt, spannend und durchaus auch unterhaltend. Am überzeugendsten ist dieser Ansatz im ersten und dritten Satz, wo die Farbkontraste und rhythmischen Perspektiven schön in das duftige und stimmige Klangbild eingebettet werden. Jenen Sätzen, in denen tänzerisch-rhythmische Modelle dominieren, fehlt es dagegen etwas an Intensität. Das eher gemäßigte Tempo bringt zwar versteckte Schattierungen zum zum Vorschein, mindert jedoch vor allem im Finale die auch bei Ravel nicht unerhebliche aggressiv-energetische Komponente.

1923/24, also nur kurz vor seinem Tod, entstand das ganz von sanft schimmerndem Licht durchdrungene Quartett von Gabriel Fauré, seines Zeichens auch Ravels Lehrer. Das Auryn Quartett nähert sich dieser sehr klangintensiven Musik ohne große Gestik und lässt der Musik viel Raum zum aussingen und atmen. Ein Ruhepol.

Ganz anders dagegen wieder Debussys Quartett. Bereits der selbstbewusst die Musik eröffnende Beginn zeugt von einem Komponisten, dessen bei der Komposition des Werkes noch ganz neue Klangsprache die Musikgeschichte entscheidend beeinflussen sollte. Der Verlauf der Musik ist geprägt durch einen hohen Kontrastreichtum und durch ein hohes Maß an Feinabstimmung zwischen dem Timbre der vier Instrumente.

Die Aufnahme selbst ist transparent und ausgewogen, wird jedoch durch ein immer wiederkehrendes tieffrequentnes Rumpeln entscheidend gemildert. Mehr als ein Schönheitsfehler.

Robert Spoula

Künstl. Qu.: 8

Kl.-Qu.: 4

Ges.-Eindr.:7

Robert Spoula [06.05.2003]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Maurice Ravel
1Streichquartett F-Dur op. 35
Gabriel Fauré
2Streichquartett e-Moll op. 121
Claude Debussy
3Streichquartett g-Moll op. 10 L 85

Interpreten der Einspielung

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