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CD-Besprechung

Paris Compositions

Paris Compositions

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 4

Klangqualität:
Klangqualität: 6

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 6

Besprechung: 01.09.01

SWRmusic 93.018

1 CD • 70min • 1999

Vier Kompositionen aus verschiedenen Epochen, die in Paris entstanden: Das ist die Idee dieser Zusammenstellung. Da die Werke sich jedoch inhaltlich nicht wirklich auf Paris beziehen, fragt sich, ob Cambreling mit dem Einbezug einer Ballett-Suite aus Rameaus Castor et Pollux sich unbedingt auf so ungewohntes Terrain hat wagen müssen. Ein Vergleich des Tambourin mit der Aufnahme William Christie läßt Cambreling ziemlich steifleinern aussehen; ein Schicksal, das er mit Charles Farncombe teilt, der aber in vielschichtigerer Instrumentation agiert. Auch Mozart und Berlioz werden brav und unauffällig gespielt; was an Verstörung in Berlioz' früher Ouvertüre steckt, hört man etwa bei Norrington. Bleibt Griseys L'Icone paradoxale, ein kompositorischer Reflex auf eine Madonna des Renaissance-Malers Piero della Francesca. Bei diesem Stück des 1998 im Alter von 42 Jahren gestorbenen Komponisten fügt Cambreling die verschiedenen Zeitebenen, auf denen klanglich meditiert wird, mit Sinn für den räumlichen Zauber dieser Musik zusammen. Eine reine Grisey-Platte wäre verdienstvoller gewesen.

Dr. Michael B. Weiß [01.09.2001]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 J.-Ph. Rameau Ballett-Suite aus der Oper "Castor et Pollux"
2 W.A. Mozart Sinfonie Nr. 31 D-Dur KV 297 (Pariser)
3 H. Berlioz Les francs-juges op. 3 (Die Femerichter, Ouvertüre)
4 G. Grisey L'Icône paradoxale für großes Orchester

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Catherine Dubosc Sopran
Lani Poulson Mezzosopran
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg Orchester
Sylvain Cambreling Dirigent
 
93.018;4010276011279

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