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CD-Besprechung

Dolora Zajick – The Art Of The Dramatic Mezzo-Soprano

Dolora Zajick – The Art Of The Dramatic Mezzo-Soprano

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 4

Klangqualität:
Klangqualität: 6

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 5

Besprechung: 01.02.01

Telarc CD-80557

1 CD • 69min • 1999

Als Azucena, Amneris, Eboli und in vielen weiteren Rollen des dramatischen Mezzosopranfachs steht die gebürtige Amerikanerin zur Zeit in vorderster Reihe, ihre Erfolgsliste reicht von der "Met" bis zu den großen europäischen Opernhäusern. Daß eine Sängerin von so hohem internationalen Ruf erst relativ spät zu einem Solo-Recital gelangt, mag einige Fragen aufwerfen, doch das Anhören der Aufnahme gibt über die Gründe Aufschluß. Dolora Zajick erfährt hier das Schicksal vieler groß dimensionierter Stimmen: die Eigenschaften, mit denen sie auf der Opernbühne imponiert, lassen sich auf die "Tonkonserve" nicht übertragen. Die Vorzüge der Sängerin, ihre Stimm- und Durchhaltekraft, die vokale Sicherheit und dramatische Attacke, all das tritt hier nur als unvollkommenes Abbild zutage. Zudem gibt es bei einem Solokonzert mit den großen Favoritstücken des Mezzo-Repertoires die Fatalität der Vergleiche. Als Nachfolgerin von Sängerinnen wie Fedora Barbieri, Giulietta Simionato, Fiorenza Cossotto wird sie im Beiheft genannt - das mag in der Realität auch stimmen, doch mit keiner der genannten Stimmen hält Dolora Zajick Vergleiche aus, auch nicht mit Elena Obraszowa und eigentlich allen herausragenden Mezzosopranistinnen, die sich als Dalila, Santuzza, Eboli, Marfa usw. auf der Schallplatte hören ließen. Ihre Stimme besitzt großen Umfang und viel sängerisches "Fleisch", weist aber sonst kaum einprägsame Merkmale auf, sie ist weder schön noch charakteristisch im Klang und besitzt auch nur wenig Ausdrucksvarianten, drückt sich vorwiegend in Kraftentladungen aus. Einzige Ausnahme: die Szenen der Lady Macbeth (Verdi), denn hier lassen sich Nuancen vernehmen, die im sonstigen Programm nicht vorkommen. Im allgemeinen sind Ausdruck und Gefühlsreichtum eher im begleitenden Orchester vorzufinden als in der gesanglichen Vorführung.

Clemens Höslinger [01.02.2001]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 P. Tschaikowsky Prstite vy, xalmy (aus: Die Jungfrau von Orleans)
2 M. Mussorgsky Sily pataínyye (aus: Chowanschtschina)
3 F. Cilèa Acerba voluttà, dolce tortura ... O vagabonda stella d'Oriente (La Principessa di Bouillon - aus: Adriana Lecouvreur)
4 G. Rossini Ah! Quel giorno ognor rammento (aus: Semiramide)
5 P. Mascagni Voi lo sapete, o mamma (Arie der Santuzza - aus: Cavalleria rusticana)
6 C. Saint-Saëns Mon coeur s'ouvre à ta voix (Arie der Dalila - aus: Samson et Dalila)
7 G. Verdi O don fatale (Arie der Eboli - aus: Don Carlo)
8 Condotta ell'era in ceppi (Arie (Racconto) der Azucena - aus: Il Trovatore)
9 La luce langue (2. Akt, Lady Macbeth - Macbeth - aus: Macbeth)
10 Una macchia è qui tuttora (4. Akt, Lady Macbeth - Kammerfrau - Arzt)
11 Chr.W. Gluck Divinités du Styx
12 J'ai perdu mon Eurydice (aus: Orphée et Eurydice)

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Dolora Zajick Mezzosopran
Royal Philharmonic Orchestra Orchester
Charles Rosekrans Dirigent
 
CD-80557;0089408055720

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