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CD-Besprechung

Cembalokonzerte

hänssler CLASSIC 92.129

0 CD • 58min • 1999

01.09.2000

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Bachs Solokonzerte sind zum überwiegenden Teil für das Leipziger Collegium Musicum entstanden, eine Musiziervereinigung, die Georg Philipp Telemann am Anfang des Jahrhunderts während seiner Studienzeit in der Stadt ins Leben gerufen hatte. Die Arbeit mit dem Collegium Musicum und die gemeinsamen Auftritte, meist im Zimmermannschen Caffeehaus oder Caffeegarten, waren für den Thomaskantor willkommener Anlaß, einmal ohne Geldstreitigkeiten oder Rangquerelen mit der kirchlichen und staatlichen Obrigkeit sich ausschließlich der Musik widmen zu können. Besonders die Konzerte für zwei, drei und vier Cembali sind Juwelen des spätbarocken Instrumentalkonzerts, ihre Aufführungen dürften Bach mit seinen Söhnen und Schülern zu glanzvollem Zusammenspiel vereint haben.

Robert Levin, unter Christopher Hogwoods Leitung brillanter Fortepiano-Solist mehrerer CDs mit Klavierkonzerten Mozarts, führt auf diesen beiden CDs die Gruppen der Solo-Cembali an. Als Orchester fungieren Helmut Rillings Bach-Collegium Stuttgart sowie sein Oregon Bach Festival Orchestra. Beide Ensembles spielen auf modernen Instrumenten und auf dem heutigen, hohen Kammerton – das verleiht dem Klang Glanz, doch fällt bei der Vergleichsaufnahme sofort ein intimerer Grundton auf, der wohl auch in der solistischen Besetzung des Ensembles Melante begründet sein dürfte. Auch bei der Interpretation verfolgen van Asperen und Melante einen wesentlich mehr kammermusikalischen Ansatz als Levin und seine Mitstreiter, die markierte Akzente und Brillanz in den Vordergrund stellen. Dasselbe ist bei BWV 1061a für zwei Cembali ohne Orchesterbegleitung im Vergleich mit der Einspielung von Christopher Hogwood und Christophe Rousset festzustellen, durchweg straffere Tempi bei Levin unterstützen diese These. Wie sehr Levin die Interpretation der Cembalokonzerte dominiert hat, wird beim Tripelkonzert BWV 1044 deutlich: Hier werden Akzente und Straffheit einem Legato-Schönklang geopfert, der die Musik eines guten Teils ihrer Spannung beraubt.

Detmar Huchting [01.09.2000]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Johann Sebastian Bach
1Konzert c-Moll BWV 1060 für 2 Klaviere und Streicher
2Konzert C-Dur BWV 1061a für 2 Cembali
3Konzert c-Moll BWV 1062 für 2 Cembali, Streicher und Generalbass (Concerto)
4Konzert C-Dur BWV 1061 für 2 Cembali

Interpreten der Einspielung

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