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CD-Besprechung

Nicolas-Antoine Lebègue
Orgelwerke

Nicolas-Antoine Lebègue<br />Orgelwerke

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 12.03.14

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Sinus Sin 9001

1 CD • 72min • [P] 2014

Üblicherweise sind die Orgelprogramme Albert Bolligers einer bestimmten Orgel, nicht einem einzelnen Komponisten gewidmet; der Schweizer Organist hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten einen beispiellosen Thesaurus von Instrumentenportraits, besonders, doch nicht nur, aus Europa, erarbeitet. Angesichts eines solchen immensen Repertoires von ausnahmslos hochwertigen Einspielungen lag wohl der Gedanke nahe, einmal ein Portrait eines einzelnen Komponisten zusammenzustellen, dessen Œuvre hier auf verschiedenen französischen Orgeln präsentiert wird. Dieses Programm mit Werken Nicolas-Antoine Lebègues (1631 – 1702) wurde aus bereits erschienenen Aufnahmen kompiliert, ein Umstand, der vielleicht auf der CD-Hülle oder im Booklet hätte erwähnt werden sollen; wer alle der bisherigen Alben Bolligers besitzt, hat diese Aufnahmen schon.

Auf den bislang erschienenen Platten sind sie allerdings einigermaßen verstreut; hier können sie in Folge gehört werden, wodurch der französische Meister Nicolas-Antoine Lebègues näher beleuchtet wird, ein in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Paris angesehener Cembalist, Organist und Komponist eines ganz beachtlichen Œuvres. Vielleicht ist das Repertoire im Ganzen gesehen etwas zu ähnlich für eine Spieldauer von 72 Minuten, doch es stechen einige Stücke heraus, etwa die grazilen Noels, kleine, einfache, aber damit um so idyllischere Weihnachtsmusiken, auch die hypnotische, prachtvoll registrierte Programmnummer Les Cloches (Die Glocken) oder die strahlende Simphonie in B aus dem Dritten Orgelbuch Lebègues. Auch Bolligers Kunst, diese insgesamt 28 Miniaturen mit angenehm schlichter Ruhe, doch stets innerlich belebt, vorzustellen, kann näher studiert werden. Bolliger verziert nur sparsam, was stets den Klangreichtum der Instrumente betont, da diese auf ihre Linienfähigkeit hin untersucht werden.

Schließlich werden auch die insgesamt sechs Instrumente direkt vergleichbar. Ob man nun zwischen all diesen Orgeln aus La Flèche, Rozay-en-Brie, Bordeaux, Poitiers, St-Michel-en-Thiérache und Caudebex-en-Caux, die sämtlich aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen, wesentliche Unterschiede vernimmt, mag jeder Hörer für sich selbst beurteilen. Die Möglichkeit, die Instrumente ohne CD-Wechsel im Direktvergleich hören zu können, dürfte auch denjenigen für diese Kompilation begeistern, der den ganzen Bolliger zu Hause stehen hat. Wer sich selbst nicht unbedingt einen Orgelsachverständigen nennen würde, ist vielleicht mit einem der originalen Instrumentenportraits besser verdient, bei dem unterschiedliche Komponisten für mehr Abwechslung sorgen.

Dr. Michael B. Weiß [12.03.2014]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 N. Lebègue Simphonie in D 00:03:16
2 Élévation in G 00:03:07
3 Magnificat in F 00:07:04
4 Élévation in G 00:02:24
5 Les Bourgeoises de Chatre (Noël) 00:01:52
6 Simphonie in C 00:02:45
7 Élévation in d 00:02:35
8 Offertoire sur le Stabat Mater 00:04:14
9 Une vierge Pucelle (Noël) 00:01:46
10 Ou s'en vont ces gays Bergers (Noël) 00:02:35
11 Les Cloches 00:02:50
12 Offertoire in B 00:03:32
13 Or nous ditte Marie (Noël) 00:02:16
14 Cette journée (Noël) 00:01:46
15 Laissez paistre vos Bestes (Noël) 00:01:55
16 Simphonie in B 00:03:49
17 Élévation pour la voix humaine 00:02:57
18 Puer nobis nascitur (Noël) 00:02:56
19 Suite du deuxième ton 00:14:08
28 Simphonie G-Dur 00:03:11

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Albert Bolliger Orgel
 
9001;0798981090010

Bezug über Direktlink

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