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CD-Besprechung

A. Dvořák • G. Gershwin

Challenge Classics 1 CD/SACD stereo/surround CC2530

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 13.12.11

Challenge Classics CC2530

1 CD/SACD stereo/surround • 53min • 2011

Oft ist zu bedauern, dass man ein bestimmtes Werk selten im Konzert erlebt; manchmal ist es jedoch auch nachvollziehbar, wie im Falle von Dvoráks Violinkonzert a-Moll op. 53: Im Gegensatz zu den Gattungsbeiträgen von Beethoven, Schumann, Bruch, Tschaikowsky oder Brahms, bietet Dvoráks Konzert von 1879 wohl einfach zu wenig Material über das übliche „Virtuosenfutter“ hinaus, was es in der Gunst der Geiger weniger macht. Erst das Finale findet zu wirklich individuellen Situationen, die auch vom Hörer goutiert werden können.

Um so interessanter ist es, was Liza Ferschtman aus dem für sich genommen durchaus dankbaren Violinpart des wenig gespielten Konzertes macht. Sie steigt schon mit einem saftig artikulierten Vorhalt außerordentlich blutvoll in das Geschehen ein, verspricht damit, jede Sekunde so klangsinnlich wie möglich zu gestalten – und hält das auch ein. Man höre etwa die geschmeidige Höhenlage, die mehrstimmigen Passagen, welche hier zu einer angenehmen Klangausbreitung führen, nicht zur Demonstration von Virtuosentum, oder achte darauf, wie subtil und geschmackssicher Ferschtmann die effektvollen, genuin violinistischen Passagen auskostet, fast augenzwinkernd, nie überzogen. Und was ihr an reiner Kraftentfaltung in den letzten Finaltakten gelingt, ist einfach fabelhaft.

Lisa Ferschtmanns dirigentischer Begleiter, der Schweizer Mario Venzago, ist als Meister des fein modulierten Klangs bekannt; er definiert die Totale des Netherlands Philharmonic Orchestra Amsterdam dunkel, eher kostbar gedeckt gefärbt, möglicherweise hat die Klangregie von Challenge das Orchester auch ein wenig zu stark in den Hintergrund verbannt, um Ferschtmanns tonlichen Reichtum besser abbilden zu können. Ein stärker orchestrales Aushängeschild ist da Gershwins An American in Paris, die originell und dennoch in puncto USA-Bezug sinnreich gewählte Ergänzung. Gershwins Tondichtung wird von Venzago und dem niederländischen Orchester sehr durchsichtig präsentiert, mit großer Lust an den Effekten und echter, diskreter Emotion in den ruhigen Passagen.

Dr. Michael B. Weiß [13.12.2011]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 A. Dvořák Violinkonzert a-Moll op. 53 B. 108 00:32:58
4 G. Gershwin An American in Paris (1928) 00:19:16

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Liza Ferschtman Violine
Netherlands Philharmonic Orchestra Amsterdam Orchester
Mario Venzago Dirigent
 
CC2530;0608917253023

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