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CD-Besprechung

38 Historische Orgeln in Frankreich Vol. 8 L'Épine 1752 - Cathédrale de Sarlat-La-Canéda

Werke von Dandrieu, Couperin, Agincourt

und aus dem Manuscript de Limoges

38 Historische Orgeln in Frankreich Vol. 8<br />L’Épine 1752 - Cathédrale de Sarlat-La-Canéda

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 27.06.11

Klassik Heute
Empfehlung

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Sinus Sin 3008

1 CD • 60min • [P] 2010

Leider von einer größeren, zumal medialen Öffentlichkeit viel zu wenig beachtet, arbeitet Albert Bolliger unermüdlich an seiner umfangreichen, mittlerweile gut 30 CDs umfassenden Dokumentation historischer Orgeln in Europa. Jede Folge bringt Entdeckungen und beweist, dass ungeahnte Schätze in bisweilen kleinen und kleinsten, aber geschichtsträchtigen Städten schlummern, von welchen auch der reisefreudige Mitteleuropäer kaum einmal den Namen kennt.

Die jüngste Folge, Nr. 8 in der Unterkategorie „Historische Orgeln in Frankreich“, widmet sich der barocken Orgel der Kathedrale Saint-Sacerdos, die sich im südwestfranzösischen Sarlat-la-Canéda befindet – mit knapp 10.000 Einwohnern kommt der Stadt heute nicht mehr jener Bedeutung zu, die sie im 12. und 13. Jahrhundert als Sitz einer florierenden Abtei einst hatte. Die Orgel der Kathedrale wurde 1752 vom damals erst 20jährigen François L'Epine errichtet, überlebte zunächst die Französische Revolution, wurde jedoch dann nach einem offenkundig starken Verfall im 19. und 20. Jahrhundert tiefgreifend restauriert. Die letzte Restaurierung begann nach jahrzehntelangen Vorbereitungen ab Ende der 1980er Jahre im Jahre 2001 und stellte mit einer ungekannten historisch informierten Behutsamkeit wohl den Originalzustand weitestmöglich wieder her.

Im Gegensatz zu vielen früheren Folgen der monumentalen Reihe hat Bolliger hier darauf verzichtet, eine schwer übersehbare Reihe von Komponisten zu programmieren und konzentriert sich auf zusammenhängende Sammlungen von Jean-François Dandrieu, Louis Couperin und François d'Agincourt sowie auf das Manuscript de Limoges (um 1725), was die Orientierung sehr erleichtert. Bolligers Interpretationen stellen die seit 2005 wieder in altem Glanz erstrahlende Orgel in all ihrem Reiz vor – man höre etwa das Krummhorn oder die Trompetenregister in den Stücken aus dem Limoges-Manuskript (Tr. 20, Tr. 23). Die Registrierungen sind über alle Zweifel erhaben; darüber hinaus erfreut seine spielerische Frische, wenn er etwa perkussiv und federnd artikuliert wie in Couperins Chaconne.

Ein zusätzlicher Wert ist die Aufmachung dieser Produktion, die außer der Disposition mehr Fotos enthält als mancher Fremdenführer.

Dr. Michael B. Weiß [27.06.2011]

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Albert Bolliger Orgel
 
Sin 3008;0798981300805

Bezug über Direktlink

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