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CD/SACD stereo/surround-Besprechung

BIS 1852

1 CD/SACD stereo/surround • 58min • 2009

12.04.2011

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Dass die Hommage eines Geigers an den Komponisten Max Bruch nicht auf das berühmte g-Moll-Violinkonzert verzichten kann, liegt auf der Hand – auch wenn Bruch selber über die alle seine anderen Werke überschattende Popularität seines ersten Konzertes durchaus nicht glücklich war. Es ist und bleibt ein geniales Werk von unkonventioneller Anlage, großem melodischem Reichtum und handwerklicher Meisterschaft, das in glücklicher Weise Gefühl mit Brillanz verbindet und im Finale den „ungarischen Charakter“ von Brahms’ zehn Jahre später entstandenem Konzert vorweg nimmt. Der israelische Geiger Vadim Gluzman, der unter anderem bei Zakhar Bron und Dorothy DeLay studiert hat, bietet eine hochexpressive Wiedergabe des Konzertes. Das Orchester, das sich unter seinem amerikanischen Chef Andrew Litton ebenfalls um eine profilierte Gestaltung bemüht, ist aufnahmetechnisch manchmal etwas zu sehr in den Hintergrund gerückt.

Gluzman ergänzt das Konzert durch zwei unbekannte Stücke Bruchs: die ursprünglich für Bratsche komponierte Romanze F-dur op.85 aus dem Jahr 1911 (nicht zu verwechseln mit der Violin-Romanze a-Moll op.42) in des Komponisten eigener Violin-Bearbeitung und das lange Zeit verschollene, erst 1988 wieder aufgefundene Streichquintett a-moll von 1918 – das klangvolle, erstaunlich jugendfrische Werk eines Achtzigjährigen, temperamentvoll in den Ecksätzen und der Scherzo-Tarantella, schwelgerisch im Adagio. Der 1.Violine kommt über weite Strecken eine dominierende Rolle zu, und Vadim Gluzman überzeugt auch hier – als primus inter pares – mit souveräner Technik und strahlendem Ton.

Sixtus König † [12.04.2011]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Max Bruch
1Konzert Nr. 1 g-Moll op. 26 für Violine und Orchester 00:24:17
4Romanze F-Dur op. 85 für Viola und Orchester 00:08:30
5Streichquintett a-Moll op. posth. 00:24:05

Interpreten der Einspielung

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