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CD-Besprechung

Hugo Wolf Mörike-Lieder

Hugo Wolf<br />Mörike-Lieder

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 25.06.10

Fuga Libera FUG568

2 CD • 2h 05min • 2009

Schon vor zehn Jahren hatten Dietrich Henschel und sein Begleiter Fritz Schwinghammer bei Farao Classics eine Edition von Wolfs Mörike-Liedern herausgebracht, die von der Presse ziemlich einmütig gelobt wurde, und man stand nicht an, den Bariton als den legitimen Nachfolger von Dietrich Fischer-Dieskau auszurufen, der damals schon länger nicht mehr aktiv war. Henschel war zu dieser Zeit in stimmlicher wie künstlerischer Hinsicht schon voll ausgereift, deshalb waren von den jetzt vorgelegten Neuaufnahmen eine Steigerung oder Vertiefung kaum zu erwarten, allenfalls ein paar zusätzliche Nuancen.

Von den 53 Liedern, die Hugo Wolf in einem wahren Schaffensrausch zwischen Februar und November 1888 komponiert hat und die ihn auf der Höhe seiner Möglichkeiten zeigen, haben Henschel und Schwinghammer nicht weniger als 45 in ihr Programm aufgenommen, das im vergangenen Jahr im Wiener Ehrbar Saal (wohl kaum an einem Abend) präsentiert und live aufgezeichnet wurde.

Der Einstieg enttäuscht. Die populäre Fußreise wird vom Klavier her recht rumpelnd und vom Sänger eher knorrig angegangen, da kommt keine rechte Wanderfreude auf. Einer anderen „Perle“, der zauberhaften Begegnung („Was doch heut’ Nacht ein Sturm gewesen“), fehlt es an vokalem Charme und pianistischer Leichtfüßigkeit. Ganz in seinem Element ist der Sänger sowohl in den ernsten Gesängen (Wo find ich Trost, Schlafendes Jesuskind) wie in den sarkastischen Liedern (Selbstgeständnis, Zur Warnung, Abschied). In den Balladen (Der Feuerreiter, Die Geister am Mummelsee) zieht er alle Register dramatischer Darstellungskunst. Je weiter das Programm fortschreitet, desto mehr spürt man die Einheit von Gesang und Begleitung, die das Ergebnis langer Zusammenarbeit ist, und lernt auch die poetischen Qualitäten von Schwinghammers Klavierspiel (u. a. An eine Äolsharfe) schätzen.

Ekkehard Pluta [25.06.2010]

Komponisten und Werke der Einspielung

CD 1
Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 H. Wolf Fußreise 00:02:40
2 Er ist's (Frühling läßt sein blaues Band) 00:01:27
3 Karwoche 00:03:23
4 Verborgenheit 00:02:39
5 Der Genesende an die Hoffnung 00:03:44
6 Auf einer Wanderung 00:03:16
7 Im Frühling 00:04:21
8 Frage und Antwort 00:01:53
9 Neue Liebe 00:02:56
10 Seufzer 00:01:57
11 In der Frühe 00:02:27
12 Jägerlied 00:01:07
13 Wo find' ich Trost 00:04:34
14 Auf ein altes Bild 00:02:06
15 Lied eines Verliebten 00:01:38
16 An die Geliebte 00:03:15
17 Begegnung 00:01:35
18 Auf eine Christblume I 00:05:03
19 Auf eine Christblume II 00:01:57
20 Erstes Liebeslied eines Mädchens 00:01:21
21 Lebe wohl 00:02:06
22 Heimweh 00:02:39
23 Gebet 00:02:13
24 Schlafendes Jesukind 00:03:15
25 Zum neuen Jahr 00:01:52
26 Der Tambour 00:03:02
CD 2
Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 Der Jäger 00:03:47
2 Peregrina I 00:01:51
3 Peregrina II 00:03:15
4 Nimmersatte Liebe 00:02:14
5 Denk' es, o Seele 00:02:47
6 An eine Aeolsharfe 00:05:34
7 Der Feuerreiter 00:05:07
8 Gesang Weylas 00:01:41
9 Elfenlied 00:01:50
10 Um Mitternacht 00:03:11
11 Die Geister vom Mummelsee 00:03:23
12 An den Schlaf 00:03:20
13 Lied vom Winde 00:02:47
14 Storchenbotschaft 00:03:29
15 Auftrag 00:01:26
16 Bei einer Trauung 00:02:04
17 Selbstgeständnis 00:01:26
18 Warnung 00:02:55
19 Abschied 00:03:17

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Dietrich Henschel Bariton
Fritz Schwinghammer Klavier
 
FUG568;5400439005686

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