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CD-Besprechung

The Auryn Series XIX

Auryn's Haydn: op. 74

The Auryn Series XIX

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 08.04.10

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Tacet D169

1 DVD-Audio • 78min • 2008

Die bisherigen Veröffentlichungen der Haydn-Serie des Auryn Quartetts sind mit uneingeschränktem Lob bedacht worden, und auch die vorliegende Folge 12 aus der auf insgesamt 14 Folgen angelegten Gesamtausgabe der Streichquartette hält das hohe Niveau ihrer Vorgänger.

Die Quartette op.74 bilden zusammen mit den drei Quartetten op.71 die Gruppe der „Appony-Quartette", benannt nach dem ungarischen Grafen, dem sie gewidmet sind. Komponiert wurden sie 1793 im Hinblick auf Haydns zweite Reise nach London, wo Streichquartette nicht nur im häuslichen Rahmen, sondern in öffentlichen Konzerten aufgeführt wurden. Sie besitzen daher repräsentativeren, weniger intimen Charakter als die vorangegangenen Quartette Haydns, harmonische Kühnheit und orchestrale Klangwirkungen lassen eine Nähe zur Sinfonie spüren. Jedes der Quartette beginnt mit einer Eröffnungs-Geste, die aufhorchen lässt – sei es ein ausgehaltener Dominantseptakkord, eine Unisonopassage oder der als Motto explizit gestellte Kopf des Hauptthemas. In der individuellen Gestalt jedes einzelnen Satzes dokumentiert sich Haydns unerschöpfliche Phantasie, die nirgends auch nur einen Anflug von Schematismus oder Routine kennt. Das originellste Werk der Gruppe ist das g-Moll-Quartett, dessen rhythmusbetonte Ecksätze, die der Komposition den Beinamen „Reiterquartett" eingetragen haben, ein ländlerartiges Menuett und ein großartiges E-Dur-Largo umschließen, das bereits stark auf Beethoven vorausweist.

Das Spiel der Geiger Matthias Lingenfelder und Jens Oppermann, des Bratschers Stewart Eaton und des Cellisten Andreas Arndt atmet eine spontane Natürlichkeit und Frische. Bei aller Energie, die die lebhaften Sätze beflügelt, wird nichts forciert, sondern jede melodische Wendung, aber auch jede Begleitfigur mit großer Sensibilität zum Sprechen gebracht. Die Menuette besitzen Beweglichkeit und Humor, in den langsamen Sätzen kommt die Kantabilität zu ihrem Recht. Diskussionswürdig ist einzig die aufnahmetechnische Präsentation im „Tacet Real Surround Sound", die den Quartettklang stellenweise orchestral aufplustert und der Durchhörbarkeit nicht unbedingt zuträglich ist. Haydns klare Strukturen in der überzeugenden Wiedergabe durch die Auryns bedürfen keiner Interpretation der Interpretation durch den Tonmeister. Aber für alle, die die Aufnahme nicht unbedingt im Auto hören wollen, und solche, denen es in erster Linie um die Musik und nicht den 5.1 Standard geht, gibt es die Einspielung glücklicherweise auch als normale CD.

Sixtus König † [08.04.2010]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 J. Haydn Streichquartett C-Dur op. 74 Nr. 1 Hob. III:72 00:31:27
5 Streichquartett F-Dur op. 74 Nr. 2 Hob. III:73 00:24:07
9 Streichquartett g-Moll op. 74 Nr. 3 Hob. III:74 (Reiterquartett) 00:22:06

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Auryn Quartett Ensemble
 
D169;4009850016939

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