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CD-Besprechung

20th-Century Tuba Concertos

BIS 1515

1 CD • 58min • 2006

25.11.2008

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 6
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 6

Der norwegische Tuba-Spieler Øystein Baadsvik ist ausschließlich als Solist unterwegs – und das sehr erfolgreich. Er spielt unglaublich virtuos, mit viel Legato und Vibrato und hat einen sehr weichen Ton. Zahlreiche Auftragswerke an neue Komponisten hat er angeregt und uraufgeführt. So war ich besonders gespannt auf diese CD – und sah mich dann doch enttäuscht: Man hat immer wieder den Eindruck, als ob Baadsvik allzugern immer wieder seine Virtuosität zur Schau stellt. Wer beispielsweise das Tuba-Konzert von Ralph Vaughan Williams in der Einspielung der Uraufführungs-Besetzung kennt (und liebt), muß zwar konstatieren, daß Baadsvik sicherlich einen schöneren Ton hat als Philip Catelinet, aber es ist bestürzend, wie lieblos das Stück hier heruntergehudelt wird. Es ist vielleicht unfair, das Singapore Symphony Orchestra und die Dirigentin Anne Manson mit dem London Symphony Orchestra unter John Barbirolli (1954, EMI CD 5 66543 2) zu vergleichen, aber schon etwas mehr Ruhe und Sinn für Details hätten diese Neueinspielung lebendiger gemacht, auch wenn das vom Komponisten nur mit “Allegro” bezeichnete “Finale-Rondo alla Tedesca”, hier als Presto gespielt und vor Virtuosität strotzend, so sicherlich eine grandiose Wirkung hat. Doch das geht völlig an der Sprache von Vaughan Williams vorbei, dem bloßer Effekt nach eigenem Bekunden “ein Graus” war. Dem anspruchslosen, hoffnungslos romantischen Tubakonzert von Alexander Arutjunjan bekommt dieser Ansatz besser, darüber hinaus bietet dieses Stück jedoch viel. Weitaus mehr Facetten zeigen sowohl der Solist in seinem Spiel wie auch die Partituren der übrigen beiden Werke – Landscape von Torbjörn Lundquist und insbesondere das großartige Tubakonzert von John Williams – auch wenn ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, das der bekannte Komponist und Dirigent aus Amerika sein eigenes Werk vielleicht doch etwas ruhiger dirigieren würde. Die Rastlosigkeit, die Anne Manson hier erneut an den Tag legt, wirkt jedenfalls aufgesetzt und läßt viele Details unscharf werden.

Dr. Benjamin G. Cohrs [25.11.2008]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Ralph Vaughan Williams
1Konzert für Tuba und Orchester 00:11:52
Alexander Arutjunjan
4Konzert für Tuba und Orchester 00:13:02
Torbjörn Iwan Lundquist
7Landscape für Tuba, Streichorchester und Klavier 00:15:04
John Williams
8Konzert für Tuba und Orchester 00:17:00

Interpreten der Einspielung

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