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CD-Besprechung

OehmsClassics OC 708

1 CD • 33min • 2007

03.11.2008

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9
Klangqualität:
Klangqualität: 10
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Der Pole Stanislaw Skrowaczewski ist einer der letzten Altmeister am Dirigentenpult. Der Fünfundachtzigjährige, bereits 1994 zum Ersten Gastdirigenten des Radio-Sinfonieorchesters Saarbrücken ernannt, steht regelmäßig am Pult der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, und erfreulicherweise hat es das Label OehmsClassics übernommen, seine Deutungen des großen sinfonischen Repertoires auf CD zugänglich zu machen. Nach den vielfach mit Preisen ausgezeichneten Bruckner- und Beethoven-Zyklen liegt nun die zweite Folge der Schumann-Sinfonien vor.

Skrowaczewskis Wiedergaben schielen nicht (wie manche Aufnahmen jüngeren Datums) nach äußerlichen Effekten, sondern sind von künstlerischerer Integrität geprägt. Er hat es nicht nötig, die Musik um jeden Preis gegen den Strich zu bürsten – sie lebt bei ihm durch nie nachlassende Intensiät des Ausdrucks, scharfe Artikulation und minutiöse Detailbehandlung. Skrowaczewskis erfahrenes Ohr sorgt für eine sinnvolle Prioritätsordnung unter den Stimmen, Strukturen werden klar herausgearbeitet und Spannungsbögen überzeugend vermittelt. Schumanns lichtdurchflutete C-Dur-Sinfonie, die so wenig von der – nach Schumanns eigenen Worten – „dunklen Zeit“ ahnen lässt, in der sie entstand, erhält festlichen Glanz, die „Rheinische“ kommt ohne weinselige Gemütlichkeit, schlank im Klang und voller Elan daher.

Wenn irgendetwas die Wirkung beeinträchtigt, dann sind es im Adagio von op. 61 die für den meditativen Charakter des Satzes etwas heftigen Sforzati und eine gewisse Neigung, Steigerungen zu früh anzusetzen. Hier wie auch im leicht überzogenen Tempo des Finales von op. 97 meldet sich der eruptive „Feuerkopf“ zu Wort, als den wir Skrowaczewski aus seiner (in Mercurys Living Presence-Serie dokumentierten) Zeit beim Minneapolis Symphony Orchestra, das er von 1960 bis 1979 leitete, in Erinnerung haben und der er bis heute geblieben ist.

Das Orchester folgt seinem Mentor exakt und entwickelt einen reichen, klar konturierten Klang sowie – nicht nur im ungestümen vorwärtstreibenden Scherzo der Zweiten – ein beachtliches Maß an spieltechnischer Brillanz.

Sixtus König † [03.11.2008]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Robert Schumann
1Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61 00:38:24
5Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 (Rheinische) 00:32:48

Interpreten der Einspielung

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