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CD-Besprechung

G.H. Stölzel

cpo 2 CD 777 094-2

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 10.05.07

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cpo 777 094-2

2 CD • 1h 43min • 2004

Jeder Barockspezialist – offenbar ein unausweichlicher Vorgang – entwickelt seine besonderen Vorlieben. Für Ludger Rémy ist es Gottfried Heinrich Stölzel; jetzt legt er in der cpo-Reihe bereits die siebte einschlägige Veröffentlichung vor. „Grosse und kleine Meister des 17. und 18. Jahrhundert“ interessierten ihn eben, räumt der aus dem Niederrheinischen stammende Cembalist und Dirigent ein. Zu welchen gehört Stölzel? Einen prononcierten Zeitstil erkennt man sogleich, kaum indessen einen unverwechselbaren Personalstil. Stölzel, der mit Johann Sebastian Bach ungefähr die Lebensdaten teilt (1690-1749), wirkte nie an einem Schlüsselort barocker Musikkultur. Er zeugt eher für reges künstlerisches Provinzleben; drei Jahrzehnte war er an einem typischen deutschen Duodezhof (Sachsen-Gotha) angestellt, schrieb daneben aber auch fleissig für andere Fürsten, etwa jene von Schwarzburg-Sonderhausen.

Zwei Serenatas sind in der aktuellen Edition zusammengefasst. Die eine, mit allegorischem Personal (Tugend, Gerechtigkeit, Verstand), war offenbar eine Geburtshuldigung: Alles, was sonst lieblich heisset. Die andere erweist sich als Schäferspiel samt dem üblichen amourösen Dreieckskonflikt: „Seid willkommen, schöne Stunden“. Unüberhörbar lag Stölzel der pastorale Ton mit seinen idyllisierten menschlichen Problemen näher als die offizielle Gratulationstour. Jedenfalls ist bei den Schönen Stunden die Vertonung seiner eigenen Verseschmiederei um einiges eigenständiger und inspirierter. Auch Ludger Rémy, an der Spitze des 2001 von ihm gegründeten Telemannischen Collegium Michaelstein, kommt hier entschieden mehr in Fahrt, während er bei Alles, was sonst lieblich heisset eine gewisse Eintönigkeit der Vorlage nicht immer zu bannen vermag. Bei den – versteht sich barockerfahrenen – Solisten haben die Frauenstimmen eindeutig Überhang; sie wissen’s durch Geschmeidigkeit zu danken.

Mario Gerteis † [10.05.2007]

Komponisten und Werke der Einspielung

CD 1
Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 G.H. Stölzel Alles, was sonst lieblich heißet (Serenata) 01:08:01
CD 2
Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 Seid willkommen, schöne Stunden (Serenata) 00:35:18

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Dorothee Mields Sopran
Elisabeth Graf Alt
Knut Schoch Tenor
Ekkehard Abele Bass
Telemannisches Collegium Michaelstein Ensemble
Ludger Rémy Dirigent
 
777 094-2;0761203709427

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