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CD-Besprechung

Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem d-Moll KV 626

DG 1 DVD-Video 00440 073 4135

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 12.12.06

Klassik Heute
Empfehlung

DG 00440 073 4135

1 DVD-Video • 69min • 1988

Leonard Bernsteins Aufführung von Mozarts Requiem ist ein Erlebnis sui generis. Jenseits aller angestrengten Diskussionen über „historical correctness“ ist es ein Zeugnis von ergriffenem Musizieren, wie es uns im Konzert oder auf Tonträger immer seltener begegnet. Die Konzertaufzeichnung entstand 1988, zwei Jahre vor Bernsteins Tod, in der Barockkirche von Diessen am Ammersee im Rahmen der Haydn-/Mozart-Serie für den Bayerischen Rundfunk. In einer kurzen Einführung (in deutscher Sprache), die als Bonus angehängt ist, widmete Bernstein die Aufführung dem Andenken an seine zehn Jahre zuvor verstorbene Frau Felicia Montealegre und zitierte aus Mozarts berühmtem Brief an den todkranken Vater vom 4. April 1787, wo es heißt, dass der Tod „der wahre Endzweck unseres Lebens und der beste Freund des Menschen“ sei.

Der tiefe Ernst und die leidenschaftliche Anteilnahme von Bernsteins Wiedergabe des Requiems (in der Fassung von Franz Beyer) berühren unmittelbar. Bernstein dringt zum Kern der Dinge vor, bringt die Dinge mit größter Natürlichkeit auf den Punkt und arbeitet den emotionalen Gehalt eines jeden Satzes aufs Nachdrücklichste heraus – die düsteren Stimmungen, die aufwühlende Dramatik und die tröstlichen Momente. Auch wenn die Kontraste in Tempo und Dynamik geschärft erscheinen, überrascht es immer wieder, wie der sonst über Mahlersche Massen gebietende Maestro bei Haydn und Mozart im Rahmen blieb und mit traditionellen Mitteln einen schlanken, federnden Klang erzielte. Entscheidend für das Gelingen dieser Aufführung war, dass Bernstein sich bei diesem Anlass auf einen klangschönen, vorzüglich einstudierten Chor und ein erlesenes Solisten-Quartett stützen konnte, die ihm mit größter Aufmerksamkeit und Hingabe folgten. Und wenn Bernstein den Schlussakkord mit einem „decrescendo al niente“ in der Ferne verklingen lässt, wird dem Hörer auf subtile Weise in Erinnerung gerufen, dass es sich hier um ein letztes und unvollendetes Werk handelt.

Der helle, festliche Raum der Diessener Stiftskirche gibt den stimmigen Rahmen ab für diese lebensvolle Requiem-Wiedergabe, die optisch angemessen festgehalten wurde (Regie Humphrey Burton) und in Bild- und Tonqualität nichts zu wünschen übrig lässt. Ein überzeugendes Bernstein-Dokument und ein Höhepunkt des zuende gehenden Mozart-Jahres.

Sixtus König † [12.12.2006]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 W.A. Mozart Requiem d-Moll KV 626

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Marie McLaughlin Sopran
Maria Ewing Mezzosopran
Jerry Hadley Tenor
Cornelius Hauptmann Bass
Chor des Bayerischen Rundfunks Chor
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Orchester
Leonard Bernstein Dirigent
Humphrey Burton Regie
 
00440 073 4135;0044007341353

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