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CD-Besprechung

Challenge Classics CC72152

1 CD • 76min • 2005

27.03.2006

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 4
Klangqualität:
Klangqualität: 9
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 5

Unter den inzwischen 140 bis 150 Einspielungen von Schuberts Winterreise, von denen immerhin rund 60 als erhältlich im Katalog stehen, ist dies eine der entbehrlichen. Schon in seiner ersten Auseinandersetzung mit dem Zyklus aus dem Jahr 1986 hatte Klaus Mertens’ Interpretation, damals mit dem Begleiter Ekkehard Schoeps, nicht überzeugen können. Daran hat sich wenig geändert – im Gegenteil: die gesangstechnischen und gesanglichen Schwächen des inzwischen 56jährigen Baritons treten noch deutlicher hervor. Legatoarm buchstabiert er sich durch den Notentext, unter Zuhilfenahme unschöner Aspirierungen („Fremd bin ich eingezo-hogen, …“), die Tonproduktion klingt im piano meist flach, manchmal wie markiert. Die dynamische Amplitude ist viel zu begrenzt, es fehlt vor allem an forte-Reserven. Mertens’ Vortrag wirkt insgesamt spannungslos, ein Eindruck, der durch die fast vibratofreie, „gerade“ Tongebung noch verstärkt wird. Da auch die Tempokontraste zwischen den vorwiegend langsamen und den wenigen schnellen Liedern (Die Wetterfahne, Die Post, Der stürmische Morgen, Mut) ziemlich nivelliert werden, zieht sich der Gang durch die 24 Lieder mit zäher Gleichförmigkeit hin. Zum Einheitstempo gesellt sich noch ein Einheitsausdruck. Mertens differenziert viel zu wenig, ist erzählerisch viel zu monochrom. Da auch von der Begleiterin Tini Mathot zu wenig Impulse kommen und ihr Fortepiano-Spiel wenig Variabilität zeigt, lösen die beiden Künstler schon nach wenigen Liedern das aus, was kein musikalischer Vortrag verträgt: Langeweile.

Walter Fritz [27.03.2006]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Franz Schubert
1Die Winterreise op. 89 Nr. 1-24 D 911 (Liederzyklus nach Gedichten von Wilhelm Müller)

Interpreten der Einspielung

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