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CD-Besprechung

Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem d-Moll KV 626

NCA 1 CD/SACD 60159

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 5

Klangqualität:
Klangqualität: 5

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 5

Besprechung: 22.02.06

NCA 60159

1 CD/SACD • 50min • 2005

Schon der Klang dieser mit 50 Minuten recht kurzen Produktion ist ein Ärgernis: Die Balance wirkt unnatürlich, denn das mit 34 Musikern reichlich stark besetzte, eigentlich vorzüglich musizierende Orchester L’arpa festante auf alten Instrumenten dominiert den 38-köpfigen Mainzer Bachchor nicht nur, es drückt ihn im Surround-Sound buchstäblich gegen die Rückwand der Aufnahme-Kirche. Auch die Klangatmosphäre der einzelnen Tracks ist unterschiedlich, ebenso wie die Tagesform insbesondere des Soprans, der beispielsweise im Introitus blitzsauber singt, aber im sofort anschließenden “Dies Irae” mitunter ziemlich nach unten drückt. Gesungen wird durchweg im extrem norddeutschen Kirchenlatein. Auch wenn der Streit zwischen Anhängern italienischer und lateinischer Deklamation wohl letztlich nicht beizulegen ist – “Reehquieem eehtehrnam” ist wohl kaum noch tolerierbar. Die Solisten haben zwar ein treffliches Timbre und sind gut aufeinander abgestimmt (knabenheller Sopran; warmer, dunkelrunder Alt; goldfarbener, doch nicht drückender Tenor; schwarzer, voller Baß), doch bedeutsame Details informierter Aufführungspraxis fallen bei ihnen gelegentlich unter den Tisch – so wieder einmal die (auch in der verwendeten Ausgabe stehende) Improvisationsfermate im Baßsolo “Tuba mirum” (Tr. 4, 0’20), die Klaus Mertens schlicht wegläßt. Dirigent Ralf Otto arbeitet zwar mit Chor und Orchester geradezu besessen dynamische Nuancen und beredsame Artikulationen heraus, doch der dramatische Bogen des Ganzen will sich nicht so recht einstellen. Dazu trägt auch die in Details disparate Neuausgabe Robert Levins bei, die manche der Bedenklichkeiten Süßmayrs stehen läßt und noch dazu insbesondere im “Sanctus” und der auskomponierten “Amen”-Fuge mit ihren Mozart-untypischen, selbständigen Instrumental-Einsätzen stilistisch kaum haltbar ist. Das Ärgernis komplett macht der Beiheft-Text, der das Kunststück fertig bringt, zwar die einschlägige Literatur zu zitieren, den Gesamtzusammenhang aber dennoch nicht widerspruchsfrei wiederzugeben.

Dr. Benjamin G. Cohrs [22.02.2006]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 W.A. Mozart Requiem d-Moll KV 626

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Julia Kleiter Sopran
Gerhild Romberger Alt
Daniel Sans Tenor
Klaus Mertens Bass
Bach-Chor Mainz Chor
Barockorchester L'arpa festante Orchester
Ralf Otto Dirigent
 
60159;4019272601590

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