Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

CD • SACD • DVD-Audio • DVD Video

CD-Besprechung

hänssler CLASSIC 98.488

1 CD • 65min • 1996

22.06.2005

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 7
Klangqualität:
Klangqualität: 4
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 6

Die von dem Geiger Dmitry Sitkovetsky 1990 gegründeten und dirigierten New European Strings sind mit 6-5-4-4-2 Streichern besetzt. Ziel des Dirigenten war es laut Beiheft, "die Qualitäten der russischen Streicherschule mit den besten Traditionen des Ensemblespiels und einer eingehenden Kenntnis verschiedener musikalischer Stilrichtungen zu verbinden". Das Programm dieser CD kann davon nicht viel hörbar machen, denn es handelt sich um russische Musik von 1925 (op. 11) bis 1946 (op. 73, Concerto). Sitkovetsky zeigt sich bei den Werken Schostakowitschs als stilsicherer Bearbeiter, der die Originale von op. 11 und op. 73 – das Streichquartett Nr. 3 – differenziert für Streichorchester übertragen hat.

Im fortissimo schlägt einem das Orchester gleich zu Anfang ein Vibrato um die Ohren, das so eng und aufgeregt klingt, daß man erschrickt. Der Gesamtklang ist rauh und scharf; man sieht die Bögen der schweren russischen Geigentechnik geradezu auf den Saiten lasten. Das muß man mögen, um sich mit dieser Aufnahme anfreunden zu können. Es ist jedoch nicht mein Geschmack, wie ich gestehe, dieses Musizieren ist brachial und penetriert den Hörer permanent, ja, es macht nach und nach geradezu agressiv. Selbst die – viel zu wenigen – stillen Passagen sind nie wirklich ruhig. Der Klang atmet zwar durchaus, aber nur selten kommt die Musik wirklich ins Fließen. Die Präzision und die staunenswerte, doch stählerne Virtuosität der Musiker tragen zu diesem Eindruck ebenso bei wie der Klang – offenbar eine stark mikrophonierte, jedenfalls unglaublich nah abgenommene Aufnahme, die kaum Räumlichkeit zuläßt und der von Sitkovetsky klug gewählten Plazierung der Instrumentengruppen – erste Violinen – Celli/Bässe – Violen – zweite Violinen – kaum eine Chance läßt, sich im Raum zu entfalten. Befremdlicherweise flackert der Klang immer wieder in Form kleinster Dropouts (was ich auf zwei verschiedenen Playern ausprobiert habe).

Dr. Benjamin G. Cohrs [22.06.2005]

Anzeige

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Dimitri Schostakowitsch
1Präludium und Scherzo op. 11 (Bearb. für Streichorchester)
Igor Strawinsky
2Lied (aus: Mavra)
Dimitri Schostakowitsch
3String Quartet major op. 73
Igor Strawinsky
4Concerto in ré für Streichorchester

Interpreten der Einspielung

Vorherige ⬌ nächste Rezension

29.05.2009
»zur Besprechung«

 / hänssler CLASSIC
/ hänssler CLASSIC

01.05.2017
»zur Besprechung«

Schostakowitsch, 24 Preludes Op. 34 | Piano Quintet Op. 57 / Decca
Schostakowitsch 24 Preludes Op. 34 | Piano Quintet Op. 57

zurück zur Liste

Das könnte Sie auch interessieren

12.08.2010
»zur Besprechung«

Mozart Complete Sonatas for Piano and Violin / hänssler CLASSIC
Mozart Complete Sonatas for Piano and Violin / hänssler CLASSIC

14.06.2007
»zur Besprechung«

Rodion Shchedrin, Parade à la russe / SWRmusic
Rodion Shchedrin, Parade à la russe / SWRmusic

06.12.2006
»zur Besprechung«

W.A. Mozart Sonaten für Violine und Klavier Vol. 1 / hänssler CLASSIC
W.A. Mozart Sonaten für Violine und Klavier Vol. 1 / hänssler CLASSIC

15.03.2006
»zur Besprechung«

 / hänssler CLASSIC
/ hänssler CLASSIC

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige