Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

CD-Besprechung

A. Dvořák • L. Janáček • J. Suk

hänssler CLASSIC 1 CD 98.463

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 13.12.05

hänssler CLASSIC 98.463

1 CD • 67min • 2001

Auf seinem tschechischen Album mit Werken Dvoráks, Janáceks und Suks gelingt dem Dresdner Klaviertrio das Kunststück, sehr eindringlich zu musizieren, ohne das Ganze durch zu hohe Energie-Investitionen gewollt klingen zu lassen. In Dvoráks Dumky-Trio überzeugt das rhythmisch sehr anspringende Spiel, in welchem die Querständigkeiten lustvoll ausgekostet werden, ohne daß die für sich genommen komplexen Proportionen ausgerechnet wirkten oder die Widerständigkeiten den Fluß hemmen würden. Vielschichtig, flexibel, aber gleichzeitig nachvollziehbar ist die Agogik des Trios – einer der heikelsten Punkte bei der idiomatisch authentischen Interpretation dieser Musik. Lobenswert ist auch die Balance des Ensembles: Die beiden Streicher, der Geiger Kai Vogler und der Cellist Peter Bruns, halten unangestrengt die Waage zwischen solistischer Attitüde und der Integration in den sehr homogenen Gesamtklang, während die Pianistin Roglit Ishay sehr viel gerade mit den Passagen im hohen Klavierdiskant anzufangen weiß.

Nur selten gerät die Eindringlichkeit der Musizierart in die Nähe zu geringer Differenzierung: Wenn etwa an einigen Stellen nicht genau genug zwischen pianissimo und piano-pianissimo unterschieden wird und diese Stellen dann nicht ganz so zauberisch gelingen, wie das dem Ensemble bei noch tieferer Versenkung sicherlich durchaus möglich gewesen wäre. Dafür jedoch entschädigt die Gegenwärtigkeit des Musizierens, eine unverbrüchliche Einheit innerhalb der formalen Bewältigung, die an die Aktualität eines Konzerterlebnisses denken läßt.

In zwei Werken Leos Janáceks, den Märchen für Violoncello und Klavier sowie der Violinsonate, zeigt das nun solistisch aufgebrochene Dresdner Klaviertrio, daß seine Mitglieder auch im Duo gut aufeinander eingespielt sind. Diese beiden Stücke, die jeweils nur einen der Streicher beschäftigen, lassen einen der größten Vorteile des Dresdner Klaviertrios zutage treten: Daß nämlich die Kommunikation zwischen zweien so schlafwandlerisch sicher begründet ist wie die zwischen dreien.

Dr. Michael B. Weiß [13.12.2005]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 A. Dvořák Klaviertrio Nr. 4 e-Moll op. 90 (Dumky, 1890/1891)
2 L. Janáček Märchen für Violoncello und Klavier
3 Sonate as-Moll für Violine und Klavier
4 J. Suk Elegie op. 23 für Klaviertrio

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Kai Vogler Violine
Peter Bruns Violoncello
Roglit Ishay Klavier
 
98.463;4010276014393

Bestellen bei jpc

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

⇑ nach oben

Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

→ weiter...

Referenz-Aufnahmen

aus dem Themenbereich
Historische Aufnahmen

naïve 6 CD V 4857
Sunday Evenings with Pierre Monteux<br />Broadcast Performances form California, 1941-1952
Great Conductors – Mengelberg
Lehár conducts Lehár
Great Operetta Recordings

Neue CD-Veröffentlichungen

Richard Heuberger
A Lute by Sictus Rauwolf
Visions
Christoph Graupner

CD der Woche

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Aus dunkler Tiefe steigen schwärzeste Bass-Töne auf, formen eine Tonskala und vereinigen sich mit einer weiteren Stimme zur strengen Fuge. Die ewige ...

Heute im Label-Fokus

Ambiente

Mischa Meyer, Violoncello
Hugo Distler
Naji Hakim<br />Orgelwerke / Organ Works
Anton Heiller

→ Infos und Highlights

Thema Klavier Solo

Piano Songs<br />Silke Avenhaus
OehmsClassics 1 CD OC 593
Max Reger
Tacet 1 CD 53
Sony Classical 1 CD/SACD 88697 36059 2
Fredrik Ullén plays Kaikhosru Sorabji

 

Weitere 52 Themen

Klassik Heute Zahl des Tages

Bei Klassik Heute finden Sie

0

Festivals

→ mehr Zahlen und Infos

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc