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CD-Besprechung

Mozart - Salzburger Flötensinfonien

Mozart - Salzburger Flötensinfonien

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 5

Klangqualität:
Klangqualität: 5

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 5

Besprechung: 07.07.03

Naxos 8.551204

1 CD • 74min • 1995, 2002

Igor Strawinsky beklagte in den 1960er Jahren einmal die „Verfälschungen der Schallplattenindustrie“ und prangerte „das übliche Aufnahmestudio-mezzoforte“, die „Verpackung allen Klangs in Hallraumflanell“ an. Auch vier Jahrzehnte später begegnen einem gelegentlich noch Aufnahmen, die das alte Verdikt des russischen Komponisten aufs neue bestätigen. Diese mit dem Deutschlandfunk koproduzierte CD beginnt mit einer Aufnahme vom August 1995, die Mozarts A-Dur-Sinfonie KV 114 in einer dumpfen, raumlosen Akustik verschwinden läßt und jedes dialogisierende Spiel, jeden Binnenkontrast neutralisiert. Bei der sieben Jahre später aufgezeichneten F-Dur-Sinfonie KV 130 ergibt sich ein ganz anderes, klares, scharf gestelltes – und vor allem: dreidimensionales – Bild. Mit der A-Dur-Sinfonie KV 134 jedoch wird das Rad der Geschichte wieder ins Jahr 1995 zurückgedreht, das Orchester klingt matt und gedämpft wie am Anfang. Mozarts Sinfonie in G-Dur KV 199 schließlich („und abermals verstrichen sind sieben Jahr‘...“) wurde im April 2002 aufgenommen – der Unterschied könnte deutlicher kaum ausfallen.

Freilich belehren uns die akustischen Wechselfälle auch, nicht alle Eigenarten dieser Mozart-Interpretationen der Tontechnik anzulasten oder zuzurechnen. Homogenität, die Stärke des Kölner Kammerorchesters, erweist sich nach vier Sinfonien zugleich als die große Schwäche des von Helmut Müller-Brühl geleiteten Ensembles. Einheitlichkeit im Zusammenspiel, akkurate Phrasierung, der immerzu schöne und pastose Ton – diese Vorzüge sind lobenswert nur unter Vorbehalt, denn die Kehrseite des ebenmäßigen, vollkommen überraschungsarmen Musizierens wird allzu bald schon sicht- und hörbar: ein ernüchternder Mangel an Temperament, Tempo, Tiefe und Beredsamkeit. Und das „übliche mezzoforte“ scheint nicht nur ein Phänomen des Aufnahmestudios.

Susanne Stähr [07.07.2003]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 W.A. Mozart Sinfonie Nr. 14 A-Dur KV 114
2 Sinfonie Nr. 18 F-Dur KV 130 (1772)
3 Sinfonie Nr. 27 G-Dur KV 199
4 Sinfonie Nr. 21 A-Dur KV 134

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Kölner Kammerorchester Orchester
Helmut Müller-Brühl Dirigent
 
8.551204;4891030512047

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