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CD-Besprechung

Klangdenkmal für die Opfer des Holocaust

Documents 220813-215

1 CD • 48min • [2002]

20.01.2003

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9
Klangqualität:
Klangqualität: 9
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Es ist schon etwas Besonderes, wenn ein Projekt, das eigentlich nicht gelingen kann, doch gelingt! 26 Komponisten aus verschiedenen musikalischen Sparten schreiben je eine knappe Variation zu einem Liedtitel von Coco Schumann (geb.1924 in Berlin), der Theresienstadt und Auschwitz überlebt hat und noch heute als Jazzmusiker auf der Bühne steht. Das Geheimnis des Gelingens dieses „Klangdenkmals“ liegt in der extremen Schlichtheit der Musik, deren Glaubwürdigkeit und Intensität sich auch in unterschiedlichen Stilen einheitlich mitteilt, und angesichts des Themas scheint es sehr zweitrangig zu sein, ob der Komponist Jazzer, Filmmusiker oder Avantgardist ist. Die stille, musikalisch diffizil ausgelotete Dramaturgie stimmt von den ersten Takten an, wobei die Variationen der Jazz-Musiker Maria Baptist (geb.1971) und Friedemann Graef (geb.1949) und des Bandoneonkomponisten Reiko Clement (geb.1970) nicht minder eindringlich wirken als die Beiträge versierter Komponisten Neuer Musik wie Matthus, Voigtländer, Wahren oder Oehring.

Dem Berliner Komponisten und Produzenten Lutz Gerlach (geb.1962), der die Initiative und Leitung des Projekts hatte, ist für die Ernsthaftigkeit und Stimmigkeit des Ergebnisses zu danken.

Hans-Christian v. Dadelsen [20.01.2003]

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20.01.2003
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